Die Verbraucherpreise in Berlin und Brandenburg sind im Juli 2026 erneut gestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte, lag die Teuerungsrate in der Hauptstadt bei 2,9 Prozent und in Brandenburg bei 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort.
Dienstleistungen und Energie als Haupttreiber
Besonders stark stiegen die Preise für Dienstleistungen. In Berlin verteuerten sie sich um 3,5 Prozent, in Brandenburg um 3,1 Prozent. Auch die Warenpreise zogen an: In Berlin um 2,3 Prozent, in Brandenburg um 2,4 Prozent. Als wesentlicher Inflationstreiber erwies sich jedoch der Energiebereich. Die Preise für Kraftstoffe schossen in die Höhe: In Berlin stiegen sie um 29,7 Prozent, in Brandenburg um 23,6 Prozent. Diesel verteuerte sich in Berlin um 32,6 Prozent, in Brandenburg um 26,2 Prozent. Superbenzin kostete in Berlin im Schnitt 29,1 Prozent mehr, in Brandenburg 23 Prozent.
Heizöl teuer, Strom und Gas günstiger
Leichtes Heizöl war im Juli besonders betroffen: In Berlin stieg der Preis um 38 Prozent, in Brandenburg um 27 Prozent. Positiv entwickelten sich hingegen die Kosten für Strom und Gas. Strom wurde in Berlin um 7,9 Prozent günstiger, in Brandenburg um 3,9 Prozent. Erdgas verbilligte sich in Berlin um 13,8 Prozent und in Brandenburg um 3,4 Prozent. Diese gegenläufigen Entwicklungen milderten den Gesamtanstieg der Energiepreise etwas ab.
Lebensmittelpreise stabilisieren sich
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zeigten eine moderate Entwicklung. In Berlin stiegen sie nur um 0,3 Prozent, während sie in Brandenburg um 0,4 Prozent sanken. Besonders frische Obst- und Molkereiprodukte wurden deutlich günstiger. Butter verzeichnete einen Preiseinbruch von 29,8 Prozent in Berlin und 29,2 Prozent in Brandenburg. Auch Sahne, Milch, Quark und Schnittkäse waren wieder preiswerter erhältlich.
Laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg tragen vor allem die hohen Kraftstoffpreise zur aktuellen Inflation bei. Während die Energiepreise insgesamt gemischt ausfielen, belasten vor allem die Kosten für Autofahrer die Verbraucher. Die Behörde erwartet, dass die Teuerungsrate in den kommenden Monaten volatil bleiben könnte, abhängig von der weiteren Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl.



