Berlin – Die offiziellen Zahlen mögen eine Abschwächung der Inflation vermelden, doch der Berliner Kolumnist Kasupke spürt davon nichts. Besonders an der Supermarktkasse und an der Tankstelle sei die Teuerung weiterhin deutlich zu spüren, schreibt er in seiner Kolumne „Berliner Schnauze“.
Pellkartoffeln mit Quark: Günstige Ausnahmen
Kasupke berichtet von einem Sommeressen, das statistisch günstiger geworden sei: Pellkartoffeln mit Quark. Zusammen mit Butter gehörten diese Lebensmittel zu den wenigen Produkten, die billiger geworden seien. „Ansonsten wird allet teura, besondas wieda det Tanken“, klagt er.
Tankrabatt ausgelaufen – Ölkonzerne profitierten
Der Tankrabatt sei ausgelaufen, und ein Teil davon sei ohnehin bei den Ölkonzernen hängen geblieben – ein Phänomen, das bereits während der Corona-Pandemie zu beobachten gewesen sei. „Det muss sich doch andas rejeln lassen“, fordert Kasupke. Er plädiert dafür, dass der Staat weniger stark bei jedem Tankvorgang mitkassiert, um die Spritpreise zu senken. Hohe Spritpreise trieben die Lieferkosten und damit die Preise für alle Waren in die Höhe.
Forderung: Weniger Staat bei Sprit
Kasupke sieht die Lösung in einer geringeren staatlichen Beteiligung an den Spritkosten. „Noch sinnvolla wäre det alladings, wenn Vata Staat nich bei jedem Tankvorjang kräftich mit abkassiert und damit det Leben für alle teura macht“, schreibt er. Die hohen Spritpreise ließen die Lieferkosten und damit die Preise steigen.
Die Kolumne erscheint exklusiv online unter dem Titel „Kasupke“ und ist unter kasupke@morgenpost.de erreichbar.



