Wer einen Mietwagen früh bucht und Preise vergleicht, kann viel Geld sparen. Doch bei drei Punkten ist Sparen laut Stiftung Warentest keine gute Idee: bei der Versicherung, der Haftpflichtdeckung und der Kreditkarte. Mit der richtigen Checkliste wird der Urlaub entspannter.
Vergleichsportale mit Filtermöglichkeiten nutzen
Laut der Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ (Ausgabe 5/2026) lohnt sich die Nutzung mehrerer Vermittlungsportale. Entscheidend ist, dass diese ein gezieltes Filtern nach Vertragsbedingungen wie Versicherungsschutz und Selbstbeteiligung erlauben. Portale wie Mietwagen-Check, Check24 oder billiger-mietwagen.de bieten diese Funktion. Anbieter wie Sunny Cars oder Tui listen dagegen nur Angebote, die Mindestkriterien bei Versicherung, Tankregeln und Stornierung erfüllen.
Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist Pflicht
Die Tester empfehlen eindeutig: „Schließen Sie nur Verträge mit einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ab.“ So sind auch selbstverursachte Schäden abgesichert. Es gibt zwei Varianten: Bei der ersten streckt der Mieter die Selbstbeteiligung vor und bekommt sie später vom Vermittler erstattet. Wichtig ist, frühzeitig zu prüfen, welche Nachweise nötig sind. Die zweite Variante schließt einen Eigenanteil komplett aus – außer bei Verstoß gegen Vertragsbedingungen.
Lücken in der Vollkasko: Scheiben, Reifen, Unterboden
Viele wissen nicht: Die Vollkasko deckt oft Schäden an Scheiben, Reifen oder Unterboden nicht ab, manchmal auch das Dach. Wird eine Zusatzversicherung angeboten, ist das laut Warentest keine Abzocke. Die Tester raten, diese Teile separat zu versichern – entweder über Schutzpakete der Portale oder indem man Angebote filtert, die diese Teile nicht versichern. Tui und Sunny Cars führen solche Angebote erst gar nicht.
Haftpflicht: Auf hohe Deckungssummen achten
In manchen Ländern sind die gesetzlichen Mindestdeckungssummen niedrig. Auf Zypern beträgt die Pflicht nur 1,12 Millionen Euro pro Unfall – bei Personenschäden schnell überschritten. Wer nicht selbst zahlen will, sollte Angebote mit hoher Deckungssumme wählen oder die eigene Kfz-Versicherung prüfen. Die sogenannte Mallorca-Police stockt die Deckung auf, gilt aber nur innerhalb Europas.
Kreditkarte: Debit reicht oft nicht
Zur Abholung braucht man in der Regel eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers. Eine Debitkarte wird oft nicht akzeptiert – selbst wenn die Buchung zu Hause damit bezahlt wurde. Die Kaution, oft über 1.000 Euro, wird auf der Karte geblockt. Wer keine echte Kreditkarte hat, sollte nach Angeboten ohne Kreditkartenpflicht filtern, die aber meist teurer sind.
Zustand dokumentieren: Fotos und Protokoll
Stiftung Warentest rät: „Machen Sie sich die Mühe und lassen Sie Schäden in die Autoskizze des Übergabeprotokolls einzeichnen und auch bestätigen.“ Fotos von Vorschäden helfen. Auch bei der Rückgabe auf ein Protokoll bestehen und Fotos machen – das schützt vor unberechtigten Forderungen.



