Potsdams Verpackungssteuer: Eisbecher adé – ein frustrierter Kommentar
Potsdams Verpackungssteuer: Eisbecher adé

Letzte Woche wollte ich in der Brandenburger Straße in Potsdam ein Softeis genießen. Ich bestellte es im Pappbecher, doch der Eismann verneinte: Die Becher seien abgeschafft, wegen der Verpackungssteuer, die am 1. Juli in Kraft tritt. So steht nun ich da, ohne Becher, mit einem Eis in der Hand – oder vielmehr ohne.

Die Verpackungssteuer in Potsdam: Ein Bürokratie-Monster

Die Stadtverordneten haben beschlossen, dass Einwegverpackungen besteuert werden, um Müll zu vermeiden. Klingt gut, oder? Doch in der Praxis führt das zu absurden Situationen. Der Eismann, ein kleiner Unternehmer, muss nun seine Bestellungen umstellen, neue Lieferanten finden oder auf Mehrweg umsteigen. Das kostet Zeit und Geld. Und der Kunde, also ich, steht ratlos da.

Wer löffelt den Salat aus?

Ich frage mich: Wer hat sich das eigentlich ausgedacht? Die Verwaltung? Die Politiker? Sie sitzen in ihren Büros und beschließen Gesetze, ohne zu bedenken, wie sie im Alltag wirken. Jetzt haben wir den Salat – oder besser: kein Eis im Becher. Die Kolumne zeigt, wie gut gemeinte Umweltpolitik in der Realität scheitern kann, wenn sie nicht durchdacht ist.

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Die Verpackungssteuer mag ökologisch sinnvoll sein, aber die Umsetzung ist chaotisch. Kleine Händler leiden, Kunden werden verärgert. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal selbst ein Softeis im Becher kaufen – bevor sie solche Regeln erlassen. Bis dahin bleibe ich ohne Eis. Oder ich weiche auf die Waffel aus. Aber das ist auch nicht dasselbe.

In diesem Sinne: Guten Appetit, Potsdam. Und viel Spaß beim Auslöffeln.

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