Protokoll schützt vor Kostenfallen beim Hauskauf: Expertin verrät
Protokoll schützt vor Kostenfallen beim Hauskauf

Die Traumwohnung gefunden, der Preis erscheint günstig – doch nach dem Kauf drohen oft hohe Nachzahlungen für Sanierungen an Dach, Fassade oder Heizung. Dieses Risiko lässt sich mit einem speziellen Protokoll vermeiden, erklärt Olga Magunia, Finanzierungsexpertin bei Dr. Klein, im Gespräch mit „Money Mittwoch“ von BILD. Wer dieses Dokument nicht anfordert, kann böse Überraschungen erleben.

Was ist das entscheidende Protokoll?

Laut Magunia sollten Käufer vor dem Kauf unbedingt das Protokoll der letzten Eigentümerversammlung verlangen. Dort sind bereits beschlossene Maßnahmen und deren Kostenschätzungen festgehalten. So wird transparent, ob in den nächsten Jahren größere Investitionen anstehen – etwa für die Erneuerung der Heizungsanlage oder die Dämmung der Fassade. „Viele Verkäufer verschweigen diese geplanten Ausgaben, um den Kaufpreis attraktiver erscheinen zu lassen“, warnt die Expertin.

Welche Kostenfallen lauern konkret?

Typische Beispiele sind die Nachrüstung der Heizung, die aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften notwendig werden kann, oder eine undichte Dachhaut, die eine teure Reparatur erfordert. Auch die Modernisierung des Aufzugs oder die Sanierung der Fassade können schnell fünfstellige Beträge verschlingen. Im Extremfall summieren sich die Sonderumlagen auf mehrere Zehntausend Euro – und der Käufer steht plötzlich vor unerwarteten finanziellen Belastungen.

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Wie schützt das Protokoll konkret?

Das Protokoll gibt einen detaillierten Einblick in die finanzielle Planung der Eigentümergemeinschaft. Es zeigt nicht nur, welche Maßnahmen beschlossen wurden, sondern auch, ob dafür bereits Rücklagen gebildet wurden. „Fehlen entsprechende Rücklagen, müssen die Eigentümer die Kosten per Sonderumlage tragen – und der neue Besitzer ist dann voll mit dabei“, so Magunia. Das Dokument sollte daher vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags sorgfältig geprüft werden.

Weitere Tipps zur Absicherung

Neben dem Protokoll empfiehlt die Finanzierungsexpertin, auch die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung zu lesen. Zudem ist eine Besichtigung des Gemeinschaftseigentums – wie Keller, Treppenhaus und Außenanlagen – sinnvoll. Wer unsicher ist, sollte einen Fachanwalt für Immobilienrecht hinzuziehen. „Lieber vor dem Kauf etwas mehr Zeit investieren, als später mit hohen Nachzahlungen konfrontiert zu werden“, rät Magunia.

Die BILD-Sendung „Money Mittwoch“ beleuchtet regelmäßig solche Fallstricke und gibt praktische Ratschläge für Verbraucher. Mit dem richtigen Protokoll im Gepäck können Käufer jedoch entspannt in die Immobilienzukunft starten – ohne böse Überraschungen.

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