Zivilfahnder der Berliner Polizei haben am Sonntagnachmittag in Kreuzberg zwei mutmaßliche Drogendealer festgenommen und eine als Bunkerwohnung genutzte Unterkunft mit einer erheblichen Menge an Betäubungsmitteln ausgehoben. Die beiden 25-jährigen Tatverdächtigen wurden am Montag einem Bereitschaftsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.
Festnahme nach Beobachtung am Kottbusser Tor
Wie die Polizei mitteilte, hatten die Männer gegen 16 Uhr gemeinsam eine Wohnung in der Yorckstraße verlassen. Einer von ihnen war bereits am Vortag im Bereich des Kottbusser Tors kontrolliert worden und dabei mit Betäubungsmitteln aufgefallen. Als sich die Wege der Männer am U-Bahnhof Mehringdamm trennten, wurden sie unabhängig voneinander von den Einsatzkräften überprüft. Dabei beschlagnahmten die Beamten bei beiden vorportionierte Drogen verschiedener Stoffklassen sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Durchsuchung der Bunkerwohnung
Im Anschluss lokalisierten die Ermittler die mutmaßliche Bunkerwohnung in der Yorckstraße. Nach Einholung eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses wurde die Wohnung durchsucht. Die Beamten stellten dabei unter anderem rund 1,3 Kilogramm Amphetamin, etwa 4,2 Kilogramm Ketamin, rund 300 Gramm MDMA sowie Kokain, Haschisch, Crystal Meth, die Designerdroge 2C-B, mehrere Hundert LSD-Trips und Ecstasy-Tabletten sicher.
Weitere Beweismittel und Bargeld
Hinzu kamen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente, zwei Mobiltelefone, Verpackungsmaterial, zwei Feinwaagen, ein Messer, eine Schreckschusswaffe sowie rund 2.500 Euro Bargeld, das mutmaßlich aus dem Drogenhandel stammt. Die Tatverdächtigen wurden zur erkennungsdienstlichen Behandlung in Polizeigewahrsam gebracht. Die Ermittlungen dauern an, wie die Polizei mitteilte.



