Rettungsdecken-Trick gegen Hitze: Darum muss die Folie nach außen
Rettungsdecken-Trick: Folie außen anbringen

Angesichts ausverkaufter Ventilatoren und teurer Klimaanlagen setzen immer mehr Menschen auf einen einfachen Trick: Sie kleben Rettungsdecken an die Fenster. Die silberglänzenden Folien sollen die Sonnenstrahlen reflektieren und die Wohnung kühl halten. Das funktioniert laut Experten tatsächlich – doch ein entscheidender Fehler kann gefährlich werden.

Rettungsdecke außen anbringen – sonst droht Hitzestau

Der Radiosender RPR1 berichtet unter Berufung auf das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Ravensburg: „Die Rettungsdecke sollte in jedem Fall außen angebracht werden. Klebt man die Folie innen an, könnte es zu einem Wärmestau zwischen Glas und Decke kommen.“ Dadurch könne die Energie nicht nach außen abgeführt werden, was im schlimmsten Fall zum Hitzestau und zum Zerspringen der Fensterscheibe führen könnte. Die silberne Seite muss nach außen zeigen, damit die Sonne effektiv reflektiert wird. Im Innenraum ist dann die goldene Seite zu sehen. Zudem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Passanten oder Autofahrer nicht durch die Folie geblendet werden.

Günstiger Hitzeschutz mit einfacher Montage

Rettungsdecken haben üblicherweise eine Größe von 210 mal 160 Zentimetern. Sie sind dünn und leicht, lassen sich mit einer Schere auf das Fensterformat zuschneiden und mit Klebeband am Rahmen befestigen. Ein Fünferpack ist bei Onlinehändlern wie Amazon bereits ab zehn Euro erhältlich. Die Folien sind leicht durchsichtig, sodass tagsüber noch Licht ins Zimmer dringt – der Raum wird nicht komplett abgedunkelt, was während einer Hitzewelle aber durchaus auch Vorteile haben kann. Denn verschlossene und verschattete Fenster verhindern, dass sich Räume ungehindert aufheizen. Gelüftet werden sollte erst, wenn es draußen kühler ist als drinnen.

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Alternative: Außenjalousien und Rollläden

Der RBB weist auf seiner Webseite darauf hin: „Nicht jede Art des Abdunkelns bringt gleich viel. Am effektivsten sind außen montierte Rollläden oder Außenjalousien an Fenstern.“ Optimalerweise werden diese schon früh morgens mit den ersten Sonnenstrahlen geschlossen. Doch wer zur Miete wohnt, benötigt für Außenjalousien oder Rollläden die Genehmigung des Vermieters, da es sich um eine bauliche Veränderung der Fassade handelt. Grundsätzlich wird es in Wohnungen vor allem dadurch warm, dass Sonne durch die Fenster scheint und Wärme über Dach und Außenwände eindringt. Fensterfolien, reflexbeschichtete Sonnenrollos oder Außenjalousien können während einer Hitzewelle durchaus ein paar Grad Abkühlung bringen – sofern sie richtig angebracht werden.

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