Neue Details zum familiären Umfeld
Der Medienbericht von BILD enthüllt neue Erkenntnisse über die Hintergründe des CSD-Attentäters Abdul B. (21). Libanesische Ermittler haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf gefunden, dass das familiäre Umfeld des Terroristen tief im dschihadistischen Milieu verwurzelt ist. Demnach sollen zwei Cousins von Abdul B. für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben.
Verbindung zu prominentem Islamisten
Darüber hinaus berichten die Ermittler, dass eine Tante des 21-Jährigen mit einem prominenter Islamisten verheiratet gewesen sei. Die Identität dieses Mannes wurde nicht offiziell bestätigt, doch die Behörden gehen davon aus, dass er eine Schlüsselrolle in der Radikalisierung der Familie gespielt haben könnte. Die Cousins sollen sich später dem IS in Syrien oder im Irak angeschlossen haben.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die libanesischen Sicherheitsbehörden arbeiten eng mit deutschen Ermittlern zusammen, um das Netzwerk um Abdul B. vollständig aufzuklären. Der Attentäter hatte bei einem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die neuen Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf die internationalen Verbindungen des Terrorismus.
BILD zufolge stammen die Informationen aus libanesischen Ermittlerkreisen. Die Behörden prüfen nun, ob weitere Familienmitglieder in die Planung des Anschlags verwickelt waren. Abdul B. selbst befindet sich in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.
Experten warnen vor Radikalisierung
Sicherheitsexperten betonen, dass solche familiären Netzwerke eine besondere Herausforderung für die Terrorbekämpfung darstellen. Oft reiche die Radikalisierung über mehrere Generationen, was die Prävention erschwere. Die neuen Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit internationaler Kooperation in der Anti-Terror-Arbeit.



