Offizieller Bericht: Wo in Europa das Meer am saubersten ist
Ein kleines Land in Südeuropa führt erneut die Liste der Länder mit den saubersten Badegewässern an. Für Urlauber an Europas Stränden und Seen gibt es gute Nachrichten: Rund 85 Prozent der offiziell ausgewiesenen Badegewässer erreichten 2025 die Bestnote „ausgezeichnet“. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Europäischen Umweltagentur (EUA) gemeinsam mit der EU-Kommission.
Untersucht wurden 22.289 Badegewässer in den EU-Staaten sowie in Albanien und der Schweiz. Bewertet wurde, ob das Wasser mit potenziell krankmachenden Fäkalbakterien belastet ist. Grundlage ist die seit 2006 geltende Badegewässerrichtlinie der EU. Wie TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet, zeigen die Ergebnisse einen langfristigen Trend: Europas Badegewässer werden seit Jahrzehnten sauberer. Gleichzeitig gibt es weiterhin einzelne Gewässer, die die Anforderungen nicht erfüllen.
Küsten schneiden besser ab
Besonders gut schnitten Badegewässer an den Küsten ab. Rund 88 Prozent der untersuchten Meerzugänge erhielten die Bewertung „ausgezeichnet“. Bei Seen und Flüssen lag dieser Anteil mit 78 Prozent deutlich niedriger. An der Spitze des Rankings stehen mehrere beliebte Urlaubsländer. In Zypern, Griechenland, Bulgarien und Österreich wurden mindestens 96 Prozent der Badegewässer mit der höchsten Qualitätsstufe bewertet.
Wo es Probleme gibt
Neben den sehr guten Ergebnissen registrierte die Untersuchung auch Gewässer mit mangelhafter Wasserqualität. In Frankreich wurden 112 solcher Badegewässer erfasst. In den Niederlanden waren es 31, in Estland drei. Die Bewertung bezieht sich auf mögliche Belastungen mit intestinalen Enterokokken und Escherichia coli. Beide Bakterien gelten als Hinweise auf fäkale Verunreinigungen und können gesundheitliche Risiken anzeigen.
Deutschland mit guten Werten
Auch Deutschland schneidet im europäischen Vergleich gut ab. Nach Angaben der EUA erhielten 90,9 Prozent aller untersuchten Badestellen die Bewertung „ausgezeichnet“. Bei Seen und Flüssen lag der Anteil sogar bei 91,5 Prozent. An den Küsten erreichten 87,8 Prozent der Badestellen die Bestnote. Bei den Meerzugängen erhielt kein Badegewässer eine schlechtere Bewertung als „ausreichend“. Nur 0,2 Prozent der deutschen Binnengewässer wurden als „mangelhaft“ eingestuft. Für diese gelten strenge Vorgaben: Sie müssen laut Bericht für die gesamte folgende Badesaison geschlossen bleiben. In dieser Zeit sollen Maßnahmen ergriffen werden, um Verschmutzungen zu verringern und mögliche Gesundheitsgefahren für Badegäste zu beseitigen.



