Schmutzsensor in der Spülmaschine: Effizienter spülen dank moderner Technik
Moderne Geschirrspüler erkennen selbstständig, wie schmutzig das Geschirr ist, und passen das Spülprogramm entsprechend an. Möglich macht dies ein kleiner Schmutzsensor im Inneren des Geräts. Diese Technik hilft, Wasser und Energie zu sparen, indem sie die Reinigungsleistung optimiert. Hersteller haben in den letzten Jahren stark in diese Sensortechnik investiert, um die Effizienz ihrer Maschinen zu steigern. Heutzutage sind die meisten Spülmaschinen mit einem solchen Sensor ausgestattet, der das passende Programm für den Verschmutzungsgrad auswählt.
Wie funktioniert der Schmutzsensor?
Der Schmutzsensor, auch als Aquasensor oder Trübungssensor bekannt, wird seit Mitte der 1990er Jahre in Spülmaschinen verbaut. Er misst die Trübung des Spülwassers, um die Verschmutzung zu bestimmen. Alex Kostner, Pressesprecher für große Hausgeräte bei Bosch, erklärt die Funktionsweise: „Technisch wird eine Gabellichtschranke verwendet. Ein Infrarotlicht wird zu einem Empfänger gesendet. Je schmutziger das Wasser, desto weniger Licht erreicht den Empfänger.“ Der Lichtverlust gibt Aufschluss über die Verschmutzung des Wassers. Dieser Vorgang wird während des Spülgangs regelmäßig wiederholt, und die Software optimiert den Spülprozess basierend auf den Messdaten.
Wo sitzt der Sensor und wie spart er Ressourcen?
Der Sensor befindet sich am Boden des Geschirrspülers im Pumpensumpf, wo sich das meiste Schmutzwasser sammelt. Dadurch kann die Trübung besonders genau gemessen werden. Laut Kostner passt der Sensor den Spülprozess an veränderte Bedingungen an. Bei geringer Verschmutzung kann Wasser eingespart werden, indem einzelne Spülschritte entfallen oder reduziert werden. Moderne Geräte nutzen die Sensordaten auch, um Temperatur, Spülkraft und Laufzeit automatisch anzupassen. Dies führt zu einer effizienteren Reinigung und niedrigerem Verbrauch.
Fehlermöglichkeiten des Schmutzsensors
Das System arbeitet jedoch nicht fehlerfrei. Es kann zu Fehlmessungen kommen. Kostner erläutert: „Der Sensor erkennt nicht, welche Schmutzmenge oder -art sich zu Beginn auf dem Geschirr befindet. Er misst nur, wie viel Schmutz innerhalb bestimmter Zeitabschnitte abgetragen wird.“ Probleme treten auf, wenn Essensreste stark eingetrocknet sind. Dann wird nur wenig Schmutz abgetragen, obwohl hartnäckige Rückstände vorhanden sind. Infolgedessen kann ein zu schwaches Programm ausgeführt werden, sodass das Geschirr nicht vollständig sauber wird. Um dies zu vermeiden, sollte Geschirr nicht zu lange trocken stehen. Grobe Reste können vorab mit heißem Wasser gelöst werden.
Selbstreinigender Sensor
Im Normalfall arbeitet der Sensor wartungsfrei. „Der Sensor ist so verbaut, dass er ständig von Wasser umspült wird. Dadurch reinigt sich die Sensoroberfläche selbst. Eine gezielte Wartung ist nicht erforderlich“, betont Kostner. So bleibt die Funktion des Sensors über die Lebensdauer der Maschine erhalten.



