Im Landkreis Aichach-Friedberg liegen die Preise für Benzin und Diesel derzeit leicht über dem bayerischen Durchschnitt. Wie die aktuelle Erhebung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe ergibt, kostet ein Liter Super E10 an den Tankstellen im Kreis durchschnittlich 1,85 Euro, während Diesel mit 1,78 Euro pro Liter zu Buche schlägt. Die Preise werden täglich aktualisiert und variieren je nach Anbieter und Tageszeit.
Preisspanne von bis zu 18 Cent
Besonders auffällig ist die Spanne zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen. Laut der Auswertung beträgt der Unterschied bei Super E10 bis zu 18 Cent pro Liter, bei Diesel sogar bis zu 20 Cent. Autofahrer, die vor dem Tanken die Preise vergleichen, können pro Tankfüllung mehrere Euro sparen. Die niedrigsten Preise finden sich häufig an größeren Tankstellen an der B300, während abgelegene Anbieter oft teurer sind.
Die Preise an den Zapfsäulen ändern sich im Tagesverlauf mehrmals. Besonders am Morgen und am späten Nachmittag steigen die Preise, während sie in den Mittagsstunden oft wieder fallen. Die Markttransparenzstelle empfiehlt daher, den günstigsten Abholzeitpunkt zu nutzen, der in der Regel zwischen 12 und 14 Uhr liegt.
Trend: Leichter Anstieg gegenüber der Vorwoche
Verglichen mit der Vorwoche sind die Spritpreise im Kreis Aichach-Friedberg minimal gestiegen. Während ein Liter Super E10 vor sieben Tagen noch 1,84 Euro kostete, sind es nun 1,85 Euro. Diesel verzeichnete einen Anstieg von 1,77 auf 1,78 Euro. Die Entwicklung spiegelt den bundesweiten Trend wider, der maßgeblich von der internationalen Ölpreisentwicklung geprägt wird.
Preisexperten führen die leichte Verteuerung auf die gestiegenen Rohölpreise zurück, die in den letzten Wochen an den Weltmärkten zugelegt haben. Auch die Nachfrage nach Heizöl, die traditionell zum Herbstbeginn anzieht, hat einen Einfluss auf den Dieselpreis. Die nächste größere Preissenkung könnte laut Fachleuten von einer Entspannung im Nahen Osten abhängen.
Auswirkungen für Pendler und Lieferverkehr
Die aktuellen Spritpreise belasten besonders Pendler, die täglich auf das Auto angewiesen sind. Bei einer wöchentlichen Fahrleistung von 500 Kilometern und einem Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern bedeutet der Preisanstieg von einem Cent pro Liter eine Mehrbelastung von rund 35 Cent pro Woche – das sind über 18 Euro im Jahr. Deutlich stärker trifft es Lkw-Fahrer und Handwerksbetriebe, deren Dieselkosten einen erheblichen Teil der Betriebsausgaben ausmachen.
Die Preisdifferenz zwischen den einzelnen Tankstellen ist im Landkreis besonders hoch. Eine aktuelle Stichprobe ergab, dass ein Autofahrer, der die günstigste Tankstelle in Aichach ansteuert, bei der Fahrt von Friedberg aus noch immer sparen kann, auch unter Berücksichtigung der Anfahrtskosten. Die günstigsten Anbieter befinden sich oft in Gewerbegebieten, wo die Mieten geringer sind und der Wettbewerb größer.
Spritspartipps für Autofahrer
Um Geld zu sparen, empfehlen die Verbraucherzentralen, regelmäßig die Preise über Apps oder das Internet zu vergleichen. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Preisaushänge an den Tankstellen, wobei die tatsächlichen Preise oft erst auf dem Beleg ersichtlich werden. Eine vorausschauende Fahrweise mit frühzeitigem Hochschalten und kontinuierlichem Tempo kann den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken.
Noch günstiger ist das Tanken in den Nachbarkreisen, wo die Preise teils deutlich niedriger sind. Insbesondere an Autobahnraststätten wird jedoch ein Aufschlag von bis zu 20 Cent pro Liter verlangt, weshalb sich eine Abfahrt lohnen kann. Die Markttransparenzstelle veröffentlicht die aktuellen Preise aller rund 30 Tankstellen im Landkreis Aichach-Friedberg tagesaktuell im Internet.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Preise in den kommenden Wochen entwickeln. Mit Blick auf die anstehenden Herbstferien und die kürzer werdenden Tage ist eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau am wahrscheinlichsten. Vorausschauendes Tanken, die Ausnutzung von Tiefpreisphasen und der Vergleich der Anbieter bleiben die wirksamsten Mittel, um die Haushaltskasse zu schonen.



