Viele Hessen verreisen im Sommer in andere Länder und stehen vor der Frage: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Die Unterschiede sind groß, wie der Bundesverband deutscher Banken (BdB) mitteilt.
Nordamerika: Großzügigkeit erwartet
In Nordamerika wird mehr Trinkgeld erwartet als in Deutschland. Üblich sind 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags. In den USA und Kanada ist Trinkgeld oft ein wesentlicher Teil des Einkommens der Servicekräfte.
Europa: Aufrunden oder nichts
In den Beneluxstaaten ist es üblich, den Rechnungsbetrag aufzurunden. In Frankreich ist ein Trinkgeld von etwa 5 bis 10 Prozent angemessen, während in Italien oft ein „Coperto“ (Servicegebühr) auf der Rechnung steht. In Skandinavien ist Trinkgeld nicht zwingend, wird aber bei gutem Service gerne gesehen.
Asien: Trinkgeld kann beleidigen
In manchen asiatischen Ländern wie China, Japan und Südkorea kann Trinkgeld sogar als Beleidigung aufgefasst werden. Hier gilt guter Service als Selbstverständlichkeit, der nicht extra honoriert werden muss. In Thailand hingegen ist ein kleines Trinkgeld willkommen.
Weitere Regionen
In Australien und Neuseeland ist Trinkgeld nicht üblich, aber bei außergewöhnlichem Service wird gerne aufgerundet. In vielen Ländern Afrikas und Südamerikas ist Trinkgeld willkommen, aber nicht verpflichtend.



