UV-Shirts für Kinder: Jedes zweite schützt nicht vor Strahlung
UV-Shirts für Kinder: Jedes zweite schützt nicht

UV-Shirts für Kinder im Test: Mangelhafter Schutz und Schadstoffe

Der Verein für Konsumentenforschung hat UV-Bekleidung für Kinder einem umfassenden Test unterzogen. Das Ergebnis ist alarmierend: Die Hälfte der getesteten Produkte bietet keinen ausreichenden Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Darüber hinaus wurden in vielen Shirts giftige Substanzen nachgewiesen.

Testverfahren und Kriterien

Die Prüfer untersuchten insgesamt 20 UV-Shirts verschiedener Marken und Preisklassen. Dabei standen der UV-Schutzfaktor (UPF) sowie die Inhaltsstoffe im Fokus. Ein Shirt gilt als ausreichend schützend, wenn es einen UPF von mindestens 50+ aufweist. Zudem wurden die Materialien auf Schadstoffe wie Weichmacher, Formaldehyd und Pestizide analysiert.

Erschreckende Ergebnisse

Bei der Hälfte der Produkte lag der UV-Schutz weit unter dem versprochenen Wert. Einige Shirts erreichten nur einen UPF von 10 bis 15, was lediglich einem leichten Sonnenschutz entspricht. Besonders besorgniserregend ist der Fund von gesundheitsschädlichen Chemikalien: In mehreren Shirts wurden erhöhte Konzentrationen von Weichmachern und Formaldehyd festgestellt, die bei längerem Hautkontakt Allergien auslösen können.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Verbraucherschützer warnen

Der Verein für Konsumentenforschung rät Eltern, beim Kauf von UV-Kleidung genau auf die Kennzeichnung zu achten. Ein hoher UPF-Wert allein reicht nicht aus; auch das Material und die Verarbeitung sind entscheidend. Empfohlen werden Shirts aus dicht gewebten Stoffen wie Polyester oder Nylon, die zusätzlich mit einem UV-Schutzmittel behandelt wurden. Zudem sollten Verbraucher auf Siegel wie „UV Standard 801“ vertrauen.

Folgen für die Gesundheit

Unzureichender UV-Schutz kann insbesondere bei Kindern zu schweren Sonnenbränden und langfristig zu Hautkrebs führen. Die enthaltenen Schadstoffe können zudem die Haut reizen oder sogar hormonell wirken. Experten empfehlen daher, UV-Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen, um eventuelle Rückstände zu entfernen.

Fazit und Handlungsempfehlungen

Der Test zeigt, dass nicht alle UV-Shirts halten, was sie versprechen. Eltern sollten daher nicht blind auf Werbeversprechen vertrauen, sondern auf unabhängige Tests und Zertifikate achten. Zusätzlich zur Kleidung ist auch der Einsatz von Sonnencreme an unbedeckten Stellen unerlässlich. Der Verein für Konsumentenforschung fordert strengere Kontrollen und eine verpflichtende Kennzeichnung der Inhaltsstoffe.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den aktuellen Verbrauchermagazinen oder auf den Webseiten der Verbraucherzentralen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration