Der Schwarzmarkt mit Zigaretten in Deutschland nimmt weiter zu. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris wurden im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden illegale Zigaretten geraucht. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Milliarden Stück im Vergleich zum Vorjahr 2024. Der Anteil illegaler Zigaretten am Gesamtmarkt stieg auf 2,5 Prozent.
Studienergebnisse und Methodik
Für die Untersuchung sammelten die Prüfer rund 100.000 leere Zigarettenpackungen und überprüften diese auf Steuerzeichen sowie Echtheit. Die Ergebnisse zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Während der legale Tabakmarkt schrumpft, profitiert der illegale Handel von steigenden Tabaksteuern.
Internationaler Vergleich
Im europäischen Vergleich ist das Problem in Deutschland jedoch weniger ausgeprägt als in anderen Ländern. In Frankreich war laut Studie fast jede zweite Zigarette illegal. Auch Belgien ist stark betroffen. In Deutschland entgingen dem Staat durch den Schwarzmarkt knapp 0,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen.
Branchenwarnungen und Gesundheitsaspekte
Die Tabakbranche warnt vor weiter steigenden Steuern, da diese den illegalen Handel begünstigen. Krebsforscher hingegen halten höhere Tabaksteuern für sinnvoll, da sie insbesondere Jugendliche vom Rauchen abhalten können. Die Diskussion um eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer bleibt daher kontrovers.



