Ein achtjähriger Junge ist am Montagabend in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem Badeunfall im Freibad in Naila (Landkreis Hof) erlitten hatte. Das bestätigte die Polizei am Dienstag.
Badegäste zogen Kind leblos aus dem Wasser
Am späten Freitagnachmittag hatten aufmerksame Badegäste den Jungen leblos im Nichtschwimmerbecken entdeckt und sofort aus dem Wasser gezogen. Sie begannen umgehend mit Reanimationsmaßnahmen, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Junge wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er auf der Intensivstation behandelt wurde. Sein Zustand war von Anfang an kritisch.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Trotz aller Bemühungen der Ärzte starb der Achtjährige am Montagabend. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar. Die Kriminalpolizei Hof hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Hergang zu rekonstruieren. Bislang gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.
Hintergründe zum Badeunfall
Das Freibad in Naila bleibt vorerst geschlossen. Die Gemeinde zeigte sich tief betroffen. Bürgermeister Frank Stumpf (CSU) sprach im Namen aller Bürger sein Beileid aus. Der Vorfall ereignete sich im Nichtschwimmerbecken, das für Kinder bis zu einer bestimmten Größe ausgelegt ist. Wie der Junge in Lebensgefahr geraten konnte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Es wird geprüft, ob möglicherweise eine technische Störung oder menschliches Versagen vorlag.
Reaktionen und Trauer
In den sozialen Medien drücken viele Menschen ihr Mitgefühl aus. Auch der Landrat des Kreises Hof, Dr. Oliver Bär, äußerte sich bestürzt. Der Fall erinnert an ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit, bei denen Kinder in Schwimmbädern verunglückten. Die Behörden appellieren an alle Eltern, ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt im Wasser zu lassen.



