Mehr junge Menschen in Sachsen machen duale Ausbildung
Mehr junge Menschen in Sachsen machen duale Ausbildung

Die Zahl der jungen Menschen in Sachsen, die eine duale Berufsausbildung absolvieren, ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, hatten zum Jahresende 52.440 Auszubildende einen entsprechenden Vertrag – das sind etwa 640 oder 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort: Es ist der dritte Anstieg in Folge. Rund ein Drittel der Auszubildenden waren Frauen.

Ausländische Azubis legen deutlich zu

Besonders dynamisch entwickelte sich die Gruppe der ausländischen Auszubildenden. Ihre Zahl erhöhte sich um 23 Prozent auf nunmehr 3.200. Die häufigsten Herkunftsländer waren Vietnam mit 1.348 Auszubildenden, die Ukraine (359) und Syrien (317). Dieser Trend zeigt, dass die Integration junger Migranten in den sächsischen Arbeitsmarkt voranschreitet.

Beliebteste Berufe: Kfz-Mechatroniker und Verkäufer

Im Jahr 2025 wurden knapp 19.900 neue duale Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die größte Nachfrage verzeichneten die Berufe Kraftfahrzeugmechatroniker (1.146 Neuverträge), Verkäufer (969) sowie Kaufmann/-frau im Einzelhandel (880). Diese Berufe spiegeln die anhaltende Bedeutung des Fahrzeugbaus und des Handels in Sachsen wider.

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Erfolgreiche Abschlüsse und regionale Verteilung

Rund 14.000 Auszubildende schlossen ihre Abschlussprüfungen erfolgreich ab. Das entspricht einer Bestehensquote von etwa 90 Prozent, was die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Sachsen unterstreicht. Die meisten Ausbildungsverhältnisse gab es in den kreisfreien Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz. In ländlichen Regionen wie dem Erzgebirgskreis oder der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge war der Anteil der Auszubildenden im Verhältnis zur Bevölkerung ebenfalls überdurchschnittlich hoch.

Hintergrund: Duale Ausbildung als Stabilitätsfaktor

Die duale Ausbildung gilt als ein zentrales Element des deutschen Bildungssystems und sichert den Fachkräftenachwuchs. In Sachsen profitieren vor allem das verarbeitende Gewerbe, das Handwerk und der Dienstleistungssektor von den gut ausgebildeten jungen Menschen. Die Landesregierung fördert die duale Ausbildung mit verschiedenen Programmen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen: Die Attraktivität der dualen Ausbildung bleibt ungebrochen. Insbesondere die Zunahme ausländischer Auszubildender ist ein positives Signal für die Willkommenskultur und die wirtschaftliche Integration in Sachsen.

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