Nach einer Serie von Taschendiebstählen am Freiburger Hauptbahnhof hat die Bundespolizei drei mutmaßliche Täterinnen festgenommen. Die Frauen im Alter von 20, 30 und 39 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, gezielt das Gedränge an den Bahnsteigen beim Einsteigen in Züge ausgenutzt zu haben, um Reisende zu bestehlen. Die Staatsanwaltschaft Freiburg ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des Bandendiebstahls und besonders schweren Diebstahls. Zudem stehen die Frauen im Verdacht, sich illegal in Deutschland aufgehalten zu haben.
Videoaufnahmen führten zur Identifizierung
Nach Angaben der Bundespolizei vom Montag ereigneten sich die Diebstähle am vergangenen Freitag. Die Täterinnen sollen in mindestens drei Fällen Geldbörsen und andere Wertgegenstände entwendet haben. Dank Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhofsbereich konnten die Ermittler die Tatverdächtigen identifizieren. Bereits einen Tag später nahmen Zivilkräfte der Bundespolizei die Frauen fest. Das Amtsgericht Freiburg ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft an.
Reisende sollten aufmerksam sein
Die Bundespolizei rät Reisenden, Wertsachen möglichst nah am Körper und in verschlossenen Innentaschen aufzubewahren. Besonders in Gedränge oder beim Ein- und Aussteigen sollten Fahrgäste aufmerksam sein und ihr Gepäck stets im Blick behalten. „Gerade an Bahnhöfen und in Zügen nutzen Taschendiebe jede Gelegenheit für einen schnellen Zugriff“, warnte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Beamten empfehlen zudem, Geldbörsen nicht in der Gesäßtasche oder im Außenfach von Rucksäcken zu tragen.
Ermittlungen wegen Bandendiebstahls
Da die drei Frauen offenbar gemeinsam vorgingen, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Bandendiebstahls. Dieser Straftatbestand kann mit einer höheren Strafe geahndet werden als einfacher Diebstahl. Zudem prüfen die Behörden, ob die Frauen weitere Taten begangen haben. Die Bundespolizei wertet derzeit weiteres Videomaterial aus und bittet mögliche weitere Geschädigte, sich zu melden.
In den vergangenen Monaten hatte es am Freiburger Hauptbahnhof mehrfach Taschendiebstähle gegeben. Die Polizei verstärkte daraufhin ihre Präsenz. Die aktuellen Festnahmen zeigen nach Einschätzung der Ermittler, dass die Maßnahmen wirken. „Wir werden nicht nachlassen, Reisende zu schützen“, erklärte ein Polizeisprecher.



