Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat den Extremsportler Arda Saatçi am Montag im Roten Rathaus empfangen und in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Der 28-Jährige war zuvor durch seinen Giga-Lauf durch das Death Valley in Kalifornien weltweit bekannt geworden.
Rekordlauf durch die Hölle
Am 5. Mai startete Saatçi zu einem 600 Kilometer langen Ultramarathon durch eine der heißesten Wüsten der Erde. Die Temperaturen im Death Valley können 50 Grad Celsius übersteigen. Nach 123 Stunden ununterbrochenem Laufen erreichte er am 10. Mai das Ziel. Die gesamte Strecke wurde live in sozialen Netzwerken gestreamt. Dabei verfolgten zeitweise über zwei Millionen Zuschauer gleichzeitig das Geschehen.
Der Lauf wurde als „Cyborg Season 26“ bezeichnet und machte Saatçi zum Internet-Star. Zurück in Berlin empfingen Hunderte Fans den Sportler am Flughafen BER. Der Empfang glich dem eines Hollywood-Stars, wie Augenzeugen berichteten.
Ein besonderer Empfang im Roten Rathaus
Wegner würdigte die außergewöhnliche sportliche Leistung und den Einsatz Saatçis. Saatçi selbst äußerte sich bewegt: „Das fühlt sich alles so surreal an.“ Trotz des Rummels blieb er bodenständig und kündigte an: „Ich habe Bock auf einen Berliner Döner. Ich glaube, ich gehe mir jetzt einen holen.“
Vom Lichterfelder zum Weltstar
Arda Saatçi wuchs in den Berliner Stadtteilen Lichterfelde und Charlottenburg auf. Sein Durchbruch gelang ihm mit extremen Ausdauerläufen, die er oft unter dem Label „Cyborg“ vermarktet. Der Lauf durchs Death Valley war sein bislang spektakulärstes Projekt. Experten schätzen, dass er während des 123-stündigen Laufs mehrere Kilogramm Gewicht verloren hat und sein Körper enormen Belastungen ausgesetzt war.
Bedeutung für Berlin
Die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt ist eine hohe Auszeichnung, die nur besonderen Persönlichkeiten zuteilwird. Saatçi reiht sich damit in eine Liste von Ehrenbürgern und prominenten Gästen ein. Der Empfang im Roten Rathaus war einer der letzten Termine von Kai Wegner vor seinem voraussichtlichen Ausscheiden aus dem Amt. Der Bürgermeister begrüßte den Sportler persönlich und überreichte ihm eine Urkunde.
Die Veranstaltung stieß auf großes Medieninteresse. Zahlreiche Journalisten und Kamerateams waren vor Ort, um den Moment festzuhalten. In den sozialen Medien wurde die Ehrung positiv aufgenommen. Viele Nutzer gratulierten Saatçi zu seiner Leistung und der Anerkennung durch die Stadt.
Der Ultramarathonläufer plant bereits weitere Projekte, wie er in einem Interview andeutete. „Ich bin noch nicht fertig mit der Welt“, sagte er. Berlin darf gespannt sein, welche Herausforderungen der „Cyborg“ als Nächstes annimmt.



