Schnieder ruft zu Eigenvorsorge bei extremer Hitze auf
Schnieder appelliert an Eigenvorsorge bei Hitze

Ministerpräsident Schnieder: Eigenvorsorge entscheidend

Angesichts anhaltender Hitzeperioden hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) die Eigenverantwortung der Bürger hervorgehoben. „Gerade zu Hause kann und muss jeder selbst etwas tun“, sagte Schnieder im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Er empfahl konkrete Maßnahmen: „Nachts und morgens die Fenster auf, tagsüber die Jalousien runter und dann immer wieder lüften für die Luftqualität. Gerade für ältere Menschen ist es extrem wichtig, kühle Orte zu schaffen.“

Unterstützung durch Landesregierung

Die Landesregierung unterstütze die Kommunen ressortübergreifend bei der Entwicklung von Hitzeschutzplänen, betonte Schnieder. „Wir können Handlungsanweisungen geben und Vorschläge machen – vieles liegt in der Umsetzung aber direkt vor Ort.“ Er verwies auf die Möglichkeiten der Kommunen, etwa durch Stadtgrün und Sprühanlagen punktuell kühle Inseln für die Bevölkerung zu schaffen. Dies sei Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. „Die Kommunen sind nah genug dran, um das gut zu regeln.“

Hausbesitzer in der Pflicht

Auch Hausbesitzer sprach Schnieder an: „Klimaanlagen lassen sich nachrüsten. Insbesondere bei Bürogebäuden muss man schauen, was möglich ist.“ Der Regierungschef unterstrich die Bedeutung einer ganzheitlichen Strategie, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Anpassungen an den Klimawandel umfasse. „Die zunehmenden Hitzewellen sind eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft“, so Schnieder. „Wir müssen uns darauf einstellen – jeder Einzelne, aber auch die öffentliche Hand.“

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Hintergrund der Äußerungen sind die steigenden Temperaturen in den Sommermonaten, die vor allem für ältere und kranke Menschen gesundheitliche Risiken bergen. In den vergangenen Jahren hatte es in Rheinland-Pfalz wiederholt Hitzerekorde gegeben. Die Landesregierung hatte daher bereits einen Aktionsplan Hitzeschutz aufgelegt, der unter anderem Informationskampagnen und die Förderung von Maßnahmen in Pflegeheimen vorsieht.

Die Opposition im Landtag, insbesondere die Grünen, fordern ein „Hitzeschutz-Sofortprogramm“ mit verbindlichen Vorgaben für Kommunen und mehr Finanzmitteln. Schnieder wies dies zurück und setzt auf Freiwilligkeit und Eigeninitiative. „Wir müssen die Kommunen nicht bevormunden, sondern sie in die Lage versetzen, eigenständig zu handeln“, erklärte er.

Der Deutsche Wetterdienst warnt indes vor einer weiteren Hitzewelle in der kommenden Woche. Temperaturen von über 35 Grad Celsius seien wahrscheinlich, besonders in den Ballungsräumen des Rhein-Main-Gebiets. Experten raten, viel zu trinken, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und auf Nachbarn sowie ältere Mitbürger zu achten.

Mit seinen Appellen reiht sich Schnieder in eine Reihe von Landesregierungen ein, die angesichts des Klimawandels verstärkt auf Hitzeschutz setzen. Neben baulichen Maßnahmen wie Dachbegrünungen und Verschattungen gehört dazu auch die Sensibilisierung der Bevölkerung. „Jeder kann beitragen, die Folgen der Hitze abzumildern“, betonte der Ministerpräsident abschließend.

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