Wilhelma Masterplan 2035+: Neue Tierwelten und Savanne
Wilhelma Masterplan: Neue Tierwelten und Elefantenhaus

Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart, die Wilhelma, hat einen ehrgeizigen Masterplan 2035+ vorgestellt. Ziel ist es, das Gelände mit neuen Tierwelten zu erneuern, darunter eine afrikanische Savanne, eine Südostasien-Anlage und ein Elefantenhaus. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin betonte: „Bewährtes zu bewahren und den Mut zu haben, neue Maßstäbe zu setzen.“ Voraussetzung sei jedoch, dass ausreichend Gelder fließen.

Ehrgeizige Pläne für neue Tierwelten

Die Wilhelma-Leitung plant eine neue afrikanische Savanne sowie die Umgestaltung des Flusspferdhauses zu einer Südostasien-Anlage mit Schabrackentapiren, Orang-Utans und Gibbons. Der Förderverein der Wilhelma möchte zudem eine frei zugängliche Anlage für Zwergflusspferde am Neckar realisieren. Auch die Themenwelt Terra Australis soll weiterentwickelt werden, unter anderem mit einer teilweise begehbaren Anlage für Südliche Nacktnasenwombats. Vor dem Amazonienhaus ist ein Krallenaffenbaum geplant. Wesentlich sind auch Erhalt und Weiterentwicklung der denkmalgeschützten Gebäude.

Finanzierung noch ungewiss

Das Finanzministerium erklärte, der Masterplan sei ein langfristiger Entwicklungsplan. „Bedeutet also nicht, dass alles schon finanziert ist. Das muss für jeden Haushalt entschieden werden“, teilte ein Sprecher mit. Über die Bereitstellung von Haushaltsmitteln entscheide der Landtag mit Blick auf finanzpolitische Prioritäten und verfügbare Mittel. Die Wilhelma ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Elefantenhaus als Großprojekt

Der Bau des Elefantenhauses soll bis Anfang 2030 dauern. Das Land rechnete zuletzt mit Gesamtbaukosten von rund 68,5 Millionen Euro. Davon sollen 15 Millionen Euro vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma übernommen werden. Der Spatenstich für das Elefantenhaus erfolgte bereits im Januar. Mit diesem Projekt setzt die Wilhelma einen weiteren Meilenstein in ihrer Geschichte.

Die Wilhelma als international bedeutende Einrichtung

Der Masterplan ende bewusst nicht mit dem Jahr 2035, hieß es. „Die Wilhelma will Maßstäbe setzen – im Artenschutz, in der Umweltbildung, in der nachhaltigen Entwicklung und als moderne wissenschaftliche Einrichtung im Dienst der biologischen Vielfalt.“ Die Wilhelma ist nach eigenen Angaben der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands. Auf dem historischen Gelände, dessen Wurzeln in einer privaten Parkanlage von König Wilhelm I. von Württemberg liegen, werden rund 1.200 Tierarten und mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten gepflegt. Pro Jahr kommen mehr als 1,8 Millionen Besucher. Mit dem Masterplan 2035+ will die Wilhelma ihre Stellung als internationale Institution weiter ausbauen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration