24-Stunden-Protest gegen unangekündigte Exen in München
24-Stunden-Protest gegen unangekündigte Exen

Am Donnerstagmorgen begann ein 24-Stunden-Dauerprotest von Schülerinnen und Schülern vor dem Bayerischen Kultusministerium in München. Unter dem Motto „Wir halten durch – so wie jeden Schultag“ wollen die Teilnehmer bis Freitagmorgen rund um die Uhr auf die Belastungen aufmerksam machen, die viele junge Menschen in der Schule erleben.

Kritik an unangekündigten Leistungsabfragen

Die Initiatoren beklagen einen hohen Leistungsdruck und kritisieren vor allem das Festhalten der Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an unangekündigten Exen und am mündlichen Ausfragen. Exen sind unangekündigte Leistungsabfragen, die nach Ansicht der Protestierenden unnötigen Stress verursachen. Der Protest richtet sich gegen das gesamte System, das aus Sicht der Schüler zu wenig auf ihre Bedürfnisse eingeht.

Forderungen nach Veränderungen

Pünktlich zum Schuljahresende fordern die Schüler konkrete Reformen im bayerischen Bildungssystem. Dazu gehört die Abschaffung unangekündigter Exen sowie eine Reduzierung des allgemeinen Leistungsdrucks. Die Veranstalter betonten, dass der 24-stündige Protest ein Zeichen setzen solle für eine Schule, die mehr Wert auf Wohlbefinden und weniger auf ständige Prüfungen legt. Die Aktion stieß auf breite Unterstützung unter Mitschülern, die sich den Forderungen anschlossen.

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Reaktionen aus der Politik

Das Kultusministerium hat sich bisher nicht offiziell zu dem Protest geäußert. Die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Söder verteidigt traditionell die Praxis unangekündigter Exen als Mittel zur Leistungsüberprüfung. Die Schüler hoffen, durch den Dauerprotest ein Umdenken zu bewirken und eine Debatte über die Zukunft des Schulsystems anzustoßen. Der Protest soll am Freitagmorgen enden – eine Bilanz der Aktion steht noch aus.

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