Sanfter Druck aus den eigenen Reihen
Die von ehemaligen CSU-Politikern geführten bayerischen Genossenschaften und Sparkassen schließen sich den Forderungen nach Reformen an die Bundesregierung und die eigene Partei an. Stefan Müller, früherer Bildungsstaatssekretär und heutiger Chef des Genossenschaftsverbands (GVB), rief die schwarz-rote Koalition dazu auf, das Land wieder wettbewerbsfähiger zu machen. „Was wir brauchen, ist weniger Bürokratie, bessere Regulierung und mehr Freiräume für diejenigen, die Verantwortung übernehmen und investieren wollen“, sagte Müller beim Verbandstag des GVB in München.
Appell beim Sparkassentag
Beim bayerischen Sparkassentag in Lindau appellierte Verbandspräsident und früherer Fürther Landrat Matthias Dießl an die Politik: „Um Weichen für die Zukunft gut stellen zu können, braucht es allerdings auch eine stabile Basis.“ Die Menschen und die Wirtschaft in Bayern müssten sich weiterhin darauf verlassen können, dass die notwendigen strukturellen Voraussetzungen stimmen.
Wirtschaft zeigt sich enttäuscht
Der Start der Koalition aus Union und SPD vor einem Jahr war in der Wirtschaft zunächst von großen Hoffnungen begleitet, die jedoch schnell einer allgemeinen Enttäuschung wichen. Viele Wirtschaftsvertreter und Ökonomen begrüßten zwar die kürzlich vorgestellten Pläne zur Rentenreform, halten diese jedoch nicht für ausreichend, um die seit Jahren stagnierende deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Müller, der von 2002 bis 2024 für die CSU im Bundestag saß, und Dießl, der von 2008 bis 2023 CSU-Landrat im Kreis Fürth war, nutzen nun ihre Positionen, um auf ihre ehemalige Partei einzuwirken.



