Schließung des Sportgebäudes in Nürnberg
Zum 31. Juli 2026 schließt das Sportgebäude am Campus Regensburger Straße in Nürnberg. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) teilte mit, dass damit auch das gesamte Hochschulsportangebot am Standort Nürnberg endet. Betroffen sind rund 24.000 Studierende – nicht nur der FAU, sondern auch der Technischen Hochschule Nürnberg, der Evangelischen Fachhochschule und der Hochschule für Musik. Im vergangenen Sommersemester hatten nach Universitätsangaben knapp 650 Studierende das Sportangebot in Nürnberg genutzt.
Gründe: Baufälligkeit und hohe Kosten
Die FAU begründete die Entscheidung mit dem schlechten baulichen Zustand des Gebäudes. Bereits zum 1. Dezember 2025 musste das Schwimmbad kurzfristig stillgelegt werden. Eine Reparatur der Schwimmbadtechnik wäre nur mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand möglich gewesen. In einer Pressemitteilung hieß es: „Angesichts des schlechten baulichen Zustands des Gesamtgebäudes, der hohen Kosten für Reparatur und Betrieb, der Verlagerung der sportpraktischen Veranstaltungen von Nürnberg nach Erlangen sowie des anstehenden Nutzungsendes ist der Weiterbetrieb für die FAU wirtschaftlich nicht darstellbar.“ Eine Übernahme des Gebäudes durch die Stadt Nürnberg sei nicht möglich.
Alternative: Sport in Erlangen
Als Ersatz verwies die Universität auf das erweiterte Kursangebot in Erlangen, das ab dem Wintersemester 2026/2027 durch Umstrukturierungen vergrößert wurde. Zudem könnten Studierende auf Sportangebote örtlicher Vereine in Nürnberg zurückgreifen. Allerdings ist die Anfahrt für viele Studenten problematisch. Die Initiatorin einer Online-Petition sagte: „Die Anfahrt dauert oft mehr als eine Stunde pro Strecke und lässt sich kaum mit Vorlesungen, Prüfungen, Nebenjob oder Praktika vereinbaren.“
Petition gegen den Wegfall
Um den Hochschulsport in Nürnberg zu erhalten, haben Studierende eine Online-Petition gestartet. Sie fordern die Hochschulen und die Stadt auf, nach Alternativen zu suchen. „Mögliche Lösungen reichen von der Nutzung städtischer Sportstätten über Kooperationen mit Sportvereinen bis zur Anmietung geeigneter Hallen“, heißt es in der Petition. Ziel ist unter anderem der Erhalt eines Hochschulsportangebots in Nürnberg und eine Übergangslösung bereits zum kommenden Wintersemester. Die Petition will den Druck auf die Entscheidungsträger erhöhen, um eine ortsnahe Lösung zu finden.



