Nachlöscharbeiten in den Chiemgauer Alpen laufen weiter
Nachlöscharbeiten in den Chiemgauer Alpen laufen

Seit dem frühen Morgen sind Einsatzkräfte im steilen Gelände der Chiemgauer Alpen unterwegs, um versteckte Glutnester nach dem Waldbrand an der Lackenbergwand aufzuspüren. Ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein erklärte, dass die Nachlöscharbeiten planmäßig begonnen hätten. Rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Bergwacht sowie ein Hubschrauber seien bei Unterwössen im Einsatz, um die Glutreste zu finden und zu löschen.

Besonders anspruchsvoll gestaltet sich die Suche am steilen Grat. Dort seien die Glutnester oft nicht aus der Luft zu erreichen, sondern nur per Seilschaft, so der Sprecher. Die Einsatzkräfte müssten daher zunächst die optimalen Routen erkunden und die Vorgehensweise sorgfältig planen, bevor sie die exponierten Stellen abseilen. Die Arbeit an der Bergwand erfordere höchste Konzentration und spezielle Ausrüstung.

Feuer gelöscht – Katastrophenfall beendet

Am Freitag hatten die Löscharbeiten den Waldbrand in dem Bergwald nahe der Lackenbergwand vollständig eingedämmt. Der Katastrophenfall in der Region ist inzwischen offiziell aufgehoben. In der Nacht flog eine Drohne mit Wärmebildfunktion über das betroffene Gebiet, um die Lage zu überwachen. Dem Sprecher zufolge bildeten sich dabei vereinzelt Rauchschwaden und Glutnester ab, doch das Feuer flammte nicht wieder auf.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Kontrolle mit der Wärmebilddrohne ist ein zentraler Bestandteil der Nachsorge. Sie ermöglicht es den Einsatzkräften, auch verborgene Hitzequellen in unwegsamem Terrain zu identifizieren, bevor sie sich erneut entzünden können. Am Morgen waren die Spezialisten dann vor Ort, um die genau lokalisierten Stellen gezielt zu bearbeiten.

Koordination von Boden und Luft

Der Einsatz bei Unterwössen zeigt einmal mehr, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bergwacht und der Luftunterstützung bei schwer zugänglichen Waldbränden ist. Während der Hubschrauber bei der Bekämpfung der Flammen aus der Luft half, sind es nun die Bergretter, die in Seilschaften an den Steilhängen arbeiten. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hat für die Nachlöscharbeiten eine eigene Koordinierungsstruktur eingerichtet, um die Einsatzkräfte an den verschiedenen Punkten effizient einzusetzen.

Nach Angaben des Sprechers dauert die Suche nach Glutnestern noch an. Es sei schwer absehbar, wie lange die Arbeiten in dem unwegsamen Gelände erforderlich sein werden. Wichtig sei zunächst, dass die akute Gefahr gebannt ist und keine erneute Rauchentwicklung droht. Die Behörden appellieren an Wanderer, den Bereich um die Lackenbergwand weiterhin zu meiden, und bitten um Verständnis für die anhaltenden Einschränkungen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration