Tropilaelaps-Milbe bedroht Bayerns Bienen: Experten warnen vor neuem Parasiten
Tropilaelaps-Milbe bedroht Bayerns Bienen: Experten warnen vor neuem Parasiten

München – Bayerns Imker stehen vor einer neuen Bedrohung. Die Tropilaelaps-Milbe, ein aus Asien stammender Parasit, könnte in spätestens zwei Jahren die heimischen Bienenvölker dezimieren. Das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau warnt eindringlich vor dem Tier.

Laut Institutsleiterin Ingrid Illies ist die Tropilaelaps-Milbe noch bedrohlicher als die Varroamilbe. Sie schädigt die Brut stärker, indem sie große Wunden in die Puppen reißt. Die Folgen sind gravierend: Betroffene Puppen entwickeln sich nicht vollständig, sind anfälliger für Infektionen und Viren und können Verkrüppelungen aufweisen. Die Entwicklung des gesamten Bienenvolkes wird gedämpft.

Das Institut arbeitet mit Hochdruck an Gegenmaßnahmen. Im Labor werden Milben-Dummys eingesetzt, um die Erkennung zu verbessern. Ameisensäure und Brutpausen könnten wirksam sein. Offen ist noch, ab welchem Befallsgrad die Milbe zur Gefahr wird. Die 43.000 Imker in Bayern müssen rechtzeitig informiert und geschult werden.

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Illies zeigt sich zuversichtlich: „Unter dem Strich sage ich: Wir werden das schaffen. Wir sind gut aufgestellt. Aber ohne Probleme wird es nicht gehen.“

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