Therme Bad Wörishofen: Gästerekord und neue Attraktion
Therme Bad Wörishofen: Gästerekord und neue Attraktion

Die Therme Bad Wörishofen hat einen neuen Besucherrekord eingestellt. Nach Angaben der Betreibergesellschaft kamen im vergangenen Jahr rund 518.000 Gäste in das Thermalbad im Unterallgäu. Das sind fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Einrichtung. Bereits in den ersten Monaten war abzusehen, dass die Therme auf Rekordkurs ist – vor allem an Wochenenden und in den bayerischen Ferienzeiten war das Bad häufig ausgebucht.

Die Betreiber führen den Erfolg auf die Kombination aus Thermalwasser, modernen Saunen und einem breiten Gesundheitsangebot zurück. Auch das diesjährige Wetter habe eine Rolle gespielt, so eine Sprecherin. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2019 wurde deutlich übertroffen, was die anhaltende Beliebtheit des Standorts unterstreicht.

Neue Attraktion begeistert Familien

Neben den Rekordzahlen sorgt eine neue Attraktion für Aufsehen: ein großzügiges Erlebnisbecken mit Sprudelliegen, Massagedüsen und einem Strömungskanal. Die Anlage wurde nach nur zehn Monaten Bauzeit fertiggestellt und erforderte eine Investition von rund 2,5 Millionen Euro. Das Becken ist von innen und außen zugänglich und verfügt über mehrere Zonen, die sowohl für Entspannung als auch für Aktivität geeignet sind.

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Besonders Familien mit Kindern nutzen die flachen, sicher gestalteten Bereiche. Integrierte Wasserspiele und kleine Rutschen sorgen für Abwechslung, während sich die Erwachsenen im warmen Thermalwasser treiben lassen. Das neue Becken ist auch an kühlen Tagen ein Anziehungspunkt, weil es ganzjährig beheizt ist. Innerhalb weniger Wochen nach der Eröffnung sei das Interesse enorm gewesen, berichten die Mitarbeiter.

Therme als Motor für die Region

Die Therme Bad Wörishofen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Allgäu. Sie zieht Gäste aus ganz Süddeutschland an und ist eingebettet in das Kneipp-Heilbad Bad Wörishofen. Viele Besucher verbinden ihren Thermentag mit einem Bummel durch die historische Innenstadt oder einer Wanderung in den umliegenden Hügeln. Gastronomie und Einzelhandel profitieren von den Ausflüglern – ein Tagesgast gibt durchschnittlich 45 Euro aus, Übernachtungsgäste sogar rund 120 Euro pro Tag.

Die Stadtverwaltung zeigt sich erfreut über die Zahlen. Die Zweitbettensteuer spült zusätzliche Einnahmen in den städtischen Haushalt. Auch die Hotels und Pensionen melden eine hohe Auslastung. Die Therme selbst beschäftigt rund 120 Mitarbeiter und bildet zudem Fachkräfte aus. Damit sichert sie Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region.

Investitionen in die Zukunft und Nachhaltigkeit

Die Betreibergesellschaft hat bereits weitere Projekte angekündigt. So soll ein Naturbecken im Freien entstehen, das mit natürlichen Materialien gestaltet wird und im Sommer eine Abkühlung bietet. Auch die Saunalandschaft wird modernisiert und um ein neues Themenareal erweitert. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf erneuerbare Energien: Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt mittlerweile etwa 30 Prozent des benötigten Stroms.

Nachhaltigkeit wird auch beim Betrieb der Becken großgeschrieben. Ein effizientes Wärmemanagement und die Nutzung der Thermalquelle reduzieren den CO2-Fußabdruck. Zusätzlich werden Gäste über sparsamen Wasserverbrauch informiert. Die Therme orientiert sich damit an den Zielen der bayerischen Tourismusstrategie.

Die Öffnungszeiten bleiben großzügig: Täglich von 9 bis 22 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 23 Uhr. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 17 Euro, Kinder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen. Familien profitieren von speziellen Tarifen. Das neue Erlebnisbecken ist bereits im Eintrittspreis enthalten, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Details zu Preisen und Veranstaltungen stehen auf der offiziellen Website der Therme.

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