Von Borkum bis Usedom: Rund 7.000 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sorgen in den kommenden Monaten für Sicherheit an den Küsten. Die Wachsaison hat bereits am 25. April auf Borkum, Langeoog und in Hohwacht begonnen. Bis Ende Mai werden etwa drei Viertel der 81 Stationen mit rund 100 Badestellen in Betrieb sein, der Rest folgt im Juni und Juli.
Die DLRG weist darauf hin, dass das Baden im Meer gefährlicher ist als in Binnengewässern. Untergrundveränderungen, Wind und Strömung können die Bedingungen schnell wechseln lassen. Badegäste sollten daher möglichst bewachte Badestellen aufsuchen, die an den Strand-Sicherheitsflaggen zu erkennen sind: Gelb-rote Flagge bedeutet Rettungsschwimmer im Dienst, zusätzliche gelbe Flagge warnt unsichere Schwimmer, rote Flagge verbietet das Baden für alle.
In der vergangenen Saison waren mehr als 7.000 Rettungsschwimmer im Einsatz, in der Hochsaison bis zu 850 gleichzeitig. Die durchschnittliche Einsatzzeit ist jedoch gesunken: von knapp 14 Tagen vor Jahren auf weniger als zehn Tage. Die DLRG sucht daher weitere Freiwillige, besonders in der Zeit bis Mitte Juli. Für die Hauptferienzeit im Juli und August gibt es oft mehr Bewerber als benötigt.
Bewerber müssen mindestens 16 Jahre alt sein und das Rettungsschwimmabzeichen Silber besitzen. Mehr als die Hälfte der Rettungsschwimmer ist unter 26 Jahre alt, die Altersspanne reicht von 16 bis über 70 Jahre. Der Anteil der Frauen steigt: In der Altersklasse 16 bis 24 Jahre sind fast genauso viele Frauen wie Männer im Einsatz. Rund 70 Prozent der Rettungsschwimmer kehren in der nächsten Saison zurück.



