Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Berliner Polizei am Donnerstagmorgen in Hohenschönhausen. Zehn Wasserbüffel waren aus ihrer Weide ausgebrochen und irrten durch das Wohngebiet. Bereits um 5:30 Uhr entdeckte ein Dienstgruppenleiter des Polizeiabschnitts 31 auf dem Weg zur Arbeit die Tiere unweit des Wustrower Parks. Er meldete den Vorfall, woraufhin die Polizei sechs Einsatzwagen entsandte, um die Büffel wieder einzufangen.
Tiere trotten durch die Stadt
Die Wasserbüffel hatten ein ganzes Stück zurückgelegt. Sie waren von der Zingerstraße über die Falkenberger Chaussee bis in die Pablo-Picasso-Straße gelaufen. Die Polizei begleitete die Herde und führte sie zurück zu ihrer angestammten Weide in der Hohenschönhauser Straße. Dabei verhielten sich die Tiere, so ein Polizeisprecher, „nervös, aber friedlich“. Er fügte hinzu: „Allerdings sind sie nicht den polizeilichen Anweisungen gefolgt, wie man das von Bürgern der Stadt kennt.“ Die Büffel blieben ruhig und verursachten keinen Schaden.
Einsatz erfolgreich beendet
Gegen 8:15 Uhr hatten die Polizisten die zehn Ausreißer wieder mit der übrigen Herde vereint. Die Büffel kehrten ohne Zwischenfälle auf die Weide zurück. Wie die Tiere ausbrechen konnten, ist noch unklar. Bislang wurde lediglich eine Beschädigung am Zaun festgestellt. Die Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Der Pressesprecher betonte, dass die Beamten die Situation jederzeit unter Kontrolle hatten.
Hintergrund: Wasserbüffel in Berlin
Wasserbüffel sind in Berlin eher selten, aber es gibt einige Weiden, auf denen sie zur Landschaftspflege eingesetzt werden. In Hohenschönhausen werden die Tiere vermutlich zur Beweidung von Grünflächen gehalten. Der Vorfall dürfte bei Anwohnern für Verwunderung gesorgt haben, doch die Polizei handelt routiniert bei entlaufenen Nutztieren. Der Einsatz blieb glimpflich und die Büffel sind wohlauf.



