Das Forsthaus Valepp, das zwischen Schliersee und Tegernsee liegt, hat mit einer neuen Speisekarte in die Saison gestartet. Das Restaurant, das im August 2024 eröffnet wurde, steht im Fokus öffentlicher Diskussionen, insbesondere wegen der Preise. Ein Besuch von FOCUS online zeigt jedoch, dass die Vorwürfe der Überteuerung nicht bestätigt werden.
Beim Betreten des Forsthauses werden Gäste von freundlichem Personal empfangen. Gastfreundschaft und Gemütlichkeit stehen im Vordergrund. Betriebsleiter Dominik betont, dass das Angebot sich vor allem an Wanderer und Radfahrer richtet, nicht an die Münchner Schickeria. Wirt Johannes Rabl stellt klar, dass Manuel Neuer weder Wirt noch Eigentümer ist, sondern wie Rabl selbst Verpächter. Betreiber ist eine andere GmbH.
Die Beteiligung des Sportlers sei „Fluch und Segen zugleich“. Zehn Tage nach Eröffnung gab es einen „Shitstorm“ wegen der Preise. Rabl erklärt, dass viele Themen in einem normalen Wirtshaus nicht so hochgekocht wären. Inzwischen sei die Welle negativer Bewertungen abgeklungen. „Der Kaas is bissn“, sagt der Wirt. Er betont, dass die Meinung der Kunden ihm wichtig sei und er an „Stellschrauben“ drehe.
Regionalität wird großgeschrieben: Fisch kommt aus dem Schliersee, Wild von ansässigen Jägern. Die Speisekarte bietet Wiener Schnitzel für 29,50 Euro, Hirsch-Currywurst für 16,50 Euro, eine Halbe Helles für 4,90 Euro und Grillhendl für 19,50 Euro. Auch edle Speisen wie geräucherter Saibling auf Kartoffelwaffeln mit Kaviar sind erhältlich. Die bestellten Speisen werden rasch und heiß serviert. Das 30-Euro-Schnitzel entpuppt sich als großzügige Portion mit zwei Scheiben panierten Kalbsrücken, lauwarmem Kartoffelsalat und Preiselbeeren.
Eine Rechnung von drei Hauptspeisen, Kaiserschmarrn, zwei Bier und zwei Cola light belief sich auf 99,80 Euro. Das Forsthaus Valepp bietet WLAN und Kartenzahlung trotz abgeschiedener Lage. Rabl mahnt, man dürfe das Forsthaus nicht mit einer einfachen Berghütte vergleichen.



