Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke sieht keine Überlebenschancen für den Buckelwal Timmy, der seit über einem Monat in der Ostsee ums Überleben kämpft. Gegenüber der „Abendzeitung“ erklärte er, Timmy verende an einem Geisternetz, das er im Maul und Magen habe. „Er ist also ein Opfer unseres Fischkonsums“, so Jaenicke.
Jaenicke kritisiert, dass die Fischerei-Industrie nicht ausreichend thematisiert werde. Er hinterfragt, warum Stellnetze und Grundschleppnetze in maritimen Schutzgebieten vor der deutschen Küste weiterhin erlaubt seien. „Dieser Wal verendet wegen unseres Appetits auf Fisch, und nichts kann ihn mehr retten. Es ist eine Tragödie, die sich vor unseren Augen abspielt“, sagte er.
Gleichzeitig lobt Jaenicke die Empathie, die Timmy entgegengebracht wird. Er hält die Debatte jedoch für unvollständig, da täglich Millionen Tiere in Deutschland getötet würden, „denen es keinen Deut besser geht als Timmy“. Er stellt die Frage: „Warum ist ein Kalb, eine Pute, ein Schwein oder eine Kuh weniger wert als dieser Wal?“
Der gestrandete Buckelwal lag wochenlang vor der Insel Poel. Rettungsversuche galten lange als aussichtslos, doch Timmy bewegte sich immer wieder und gab Töne von sich. Mittlerweile wird er auch „Hope“ genannt und mit einem Schleppfahrzeug in Richtung Nordsee gebracht. Prominente wie Sarah Connor haben sich ebenfalls besorgt geäußert.



