Ostsee: Umweltminister Backhaus verurteilt Morddrohungen nach Wal-Einsatz
Ostsee: Umweltminister Backhaus verurteilt Morddrohungen nach Wal-Einsatz

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die zunehmenden Anfeindungen gegen Helfer des vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals scharf kritisiert. Seit klar sei, dass das Tier nicht zu retten sei, nähmen die Bedrohungen bis hin zu Morddrohungen zu, sagte er laut einer Mitteilung.

Backhaus zeigte Verständnis für die emotionale Situation der Menschen, betonte aber, dass er nicht akzeptiere, dass Mitarbeitende auch im Privaten bedroht würden. Strafrechtlich relevante Aussagen in sozialen Medien, per Zettel im Briefkasten oder per E-Mail würden zur Anzeige gebracht. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Lage beruhigen werde.

Der Wal wird nach Angaben des Ministeriums rund um die Uhr durch die Wasserschutzpolizei und eine Walwache an Land betreut. Feuerwehrkräfte benetzen das Tier regelmäßig mit Wasser, um die ausgetrocknete Haut zu lindern. Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden. Da der Wal inzwischen deutlich stärker aus dem Wasser rage, sei es schwieriger zu erkennen, ob er noch atme, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Bei Verdacht auf Atemstillstand werde ein Veterinär hinzugezogen.

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Seit Anfang März hatte sich der Buckelwal viermal festgesetzt, dreimal konnte er sich wieder befreien. Die Rettungsversuche wurden am Mittwoch eingestellt. Fachleuten zufolge wird das Tier in der Bucht vor Wismar wohl sterben. Die Bergung des Walkörpers wird bereits vorbereitet. Am Deutschen Meeresmuseum laufen Planungen für eine wissenschaftliche Obduktion auf der Insel Dänholm.

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