Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in mehreren Thüringer Städten sind ins Stocken geraten. Auch die vierte Verhandlungsrunde brachte nach Angaben der Tarifparteien in Erfurt keine Einigung.
Der kommunale Arbeitgeberverband bot eine Tariferhöhung von 3,0 Prozent ab April und weiteren 2,8 Prozent ab Januar 2027 an. Zudem wurden Verbesserungen bei den Schichtzulagen vorgeschlagen.
Die Gewerkschaft Verdi hatte ursprünglich unter anderem die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert. In der vierten Runde zog sie diese Forderung zurück und bezeichnete dies als „Versöhnungsangebot“. Die Arbeitgeber hätten dies jedoch nicht angenommen und ihr Angebot sei nicht akzeptabel.
Derzeit beträgt die wöchentliche Arbeitszeit für Bus- und Straßenbahnfahrer 38 Stunden. Nach dem Scheitern der Verhandlungen gingen die Parteien ohne neuen Termin auseinander.
Betroffen sind Beschäftigte in Weimar, Jena, Erfurt, Gera, Gotha, Mühlhausen, dem Kyffhäuserkreis, dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Weimarer Land.



