Alexander Kaczmarek, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin und Brandenburg, hat einen ganz besonderen Lieblingsort in der Hauptstadt: den S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln. Für den obersten Bahnchef Berlins ist dieser Ort nicht nur beruflich interessant, sondern auch persönlich. Hier ist er aufgewachsen, und bis heute findet er hier Relikte der Eisenbahngeschichte, die ihn faszinieren.
Ein persönlicher Lieblingsort
Kaczmarek verbindet mit dem Bahnhof Hermannstraße Kindheitserinnerungen. „Hier habe ich als Junge gespielt und die Züge beobachtet“, erinnert er sich. Der Bahnhof, der 1906 eröffnet wurde, ist ein Zeugnis der Berliner Verkehrsgeschichte. Für Kaczmarek ist er mehr als nur eine Durchgangsstation: Er ist ein Stück Heimat. Seine Begeisterung für die Eisenbahn wurde hier geweckt, und sie hat ihn bis in seine heutige Position begleitet.
Relikte der Eisenbahngeschichte
Besonders stolz ist Kaczmarek auf die sogenannten Löffelsignale, die es nur noch an wenigen Orten in Berlin gibt. Am S-Bahnhof Hermannstraße sind gleich zwei dieser historischen Signale erhalten – einzigartig in der Hauptstadt. Die Löffelsignale, auch als Semaphore bekannt, wurden früher genutzt, um den Zugverkehr zu steuern. Heute sind sie seltene Zeugen der Eisenbahntechnik des 20. Jahrhunderts.
„Die Löffelsignale sind ein Schatz der Berliner Eisenbahngeschichte“, sagt Kaczmarek. Er setzt sich dafür ein, dass diese Relikte erhalten bleiben und als kulturelles Erbe gepflegt werden. DB und Denkmalschutz arbeiten daran, die Signale zu restaurieren und in ihrem ursprünglichen Zustand zu bewahren.
Die Bedeutung des Bahnhofs für Berlin
Der S-Bahnhof Hermannstraße ist nicht nur für Kaczmarek ein besonderer Ort. Er ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Berliner Südosten, an dem die Ringbahn und die Nord-Süd-Verbindung der S-Bahn zusammentreffen. Täglich nutzen tausende Fahrgäste die Station. Kaczmarek betont, dass der Bahnhof auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Berliner Nahverkehr spielen wird: „Wir investieren kontinuierlich in die Modernisierung, aber der historische Charme bleibt uns wichtig.“
Seine persönliche Verbindung zu diesem Ort macht Kaczmarek zu einem besonderen Botschafter der Berliner Bahngeschichte. Er ist überzeugt, dass solche Orte Identität stiften und für die Fahrgäste erlebbar machen, wie sich die Eisenbahn entwickelt hat. „Wir müssen die Geschichte bewahren, damit wir die Zukunft verstehen können“, so der DB-Manager.



