Malte Matthes hebt den Kopf und schaut am Montagabend in den Seminarraum der Uni Potsdam. Auf seiner linken Seite sitzt die Regierung, auf der rechten die Opposition. Sie bestehen jeweils aus drei Studierenden. Jede Woche trifft sich hier an der Uni Potsdam der Debattenclub „Wortgefechte“. Sie debattieren etwa über KI, über Wehrpflicht und den Staatenbeitritt in die EU.
Finale des Debatten-Campus am 5. Juli
Am 5. Juli steht das Finale des Debatten-Campus an, bei dem die besten Rednerinnen und Redner des Semesters gegeneinander antreten. Die Veranstaltung findet in der Alten Bibliothek des Campus Am Neuen Palais statt und beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
„Debattieren lehrt uns, zuzuhören, zu widersprechen und zu überzeugen – und das mit Respekt vor dem Gegenüber“, sagt Malte Matthes, der den Club leitet. „In Zeiten von Polarisierung ist das eine wichtige Fähigkeit.“
Training für das Leben
Die Studierenden bereiten sich wochenlang auf die Debatten vor. Sie recherchieren Fakten, bauen Argumente auf und lernen, auf Gegenreden zu reagieren. „Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern um das bessere Argument“, betont Matthes. Der Club ist offen für alle Fachrichtungen und Semester.
Der Debattenclub „Wortgefechte“ wurde 2019 gegründet und hat inzwischen rund 30 aktive Mitglieder. Die Treffen finden jeden Montag von 18 bis 20 Uhr statt. Interessierte können jederzeit dazustoßen.



