Jedes vierte Lehrer-Tablet in Berlin bleibt ungenutzt
Jedes vierte Lehrer-Tablet in Berlin bleibt ungenutzt

Ein aktueller Senatsbericht offenbart, dass rund 10.000 der für Berliner Lehrkräfte angeschafften Tablets weiterhin ungenutzt in den Schulen lagern. Dies entspricht etwa einem Viertel aller beschafften Geräte. Der Bericht, der dem „Unterausschuss Bezirke, Personal und Verwaltung“ vorgelegt wurde, zeigt, dass sich die Situation auch im fünften Jahr nach der Anschaffung kaum verbessert hat.

Schleppende Nutzung trotz kostenloser Bereitstellung

Die Bildungsverwaltung hatte die Tablets auf Landesebene geordert, um den digitalen Unterricht zu fördern. Doch offenbar fremdeln viele Schulbeschäftigte mit den Endgeräten. Jedes vierte Gerät wurde nach Angaben des Berichts noch nie eingeschaltet. Dies wirft Fragen zur Effektivität der Investition auf.

Gründe für die Zurückhaltung

Experten vermuten mehrere Ursachen für die geringe Nutzung: Mangelnde Fortbildungen im Umgang mit den Geräten, fehlende Integration in den Unterrichtsalltag sowie technische Hürden könnten eine Rolle spielen. Zudem sei die Akzeptanz der Tablets bei älteren Lehrkräften besonders niedrig.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus kritisierte die Verschwendung von Steuergeldern. „Es ist inakzeptabel, dass tausende Geräte ungenutzt bleiben, während gleichzeitig der Digitalisierungsbedarf an Schulen steigt“, so ein Sprecher der CDU-Fraktion.

Die Bildungsverwaltung verspricht Abhilfe: Gezielte Schulungsangebote und eine bessere technische Unterstützung sollen die Nutzung der Tablets erhöhen. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration