Der Streit um die Sanierung der Grundschule am Weißen See in Berlin dauert nun bereits acht Jahre an und hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ein Sechs-Millionen-Euro-Streit um die Vergabe von Bauaufträgen und die damit verbundenen Kostenrisiken führte zu einer Sondersitzung der zuständigen Gremien. Ungewiss bleibt, ob die Schule in der Amalienstraße nach den Sommerferien wie geplant wieder bezogen werden kann.
Hintergrund des Konflikts
Die Sanierung der Grundschule am Weißen See begann vor acht Jahren. Seitdem gibt es immer wieder Verzögerungen und Kostensteigerungen. Der aktuelle Streit dreht sich um die Vergabe von Bauaufträgen, die mit einem Gesamtvolumen von sechs Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Beteiligten sind sich uneinig, ob die Aufträge rechtmäßig vergeben wurden und wer für die Mehrkosten aufkommen muss.
Sondersitzung bringt keine sofortige Lösung
In einer eigens einberufenen Sondersitzung versuchten die Verantwortlichen, den Konflikt zu entschärfen. Doch eine Einigung wurde nicht erzielt. Die Schulleitung und der Bezirk Berlin-Pankow fordern eine transparente Aufklärung der Vergabepraxis. Die Baufirmen hingegen verweisen auf die schwierigen Bedingungen auf der Baustelle und fordern eine Nachbesserung der Verträge.
Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Die Unsicherheit belastet die gesamte Schulgemeinschaft. Eltern und Lehrer befürchten, dass der Umzug in das sanierte Gebäude erneut verschoben werden muss. Derzeit ist die Grundschule am Weißen See in einem Ausweichquartier untergebracht. Sollte die Baustelle nicht rechtzeitig fertig werden, müssten die Sommerferien verlängert oder eine andere Lösung gefunden werden.
Politische Dimension
Der Fall hat auch eine politische Komponente. Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Die Opposition fordert eine umfassende Untersuchung der Vergabepraxis und eine Überprüfung der Kostenkontrolle. „Es darf nicht sein, dass ein Schulbauprojekt über Jahre hinweg von Streitigkeiten blockiert wird“, so ein Sprecher der CDU-Fraktion.
Zukunft der Baustelle
Die Arbeiten auf der Baustelle laufen trotz des Streits weiter. Allerdings ist unklar, ob die vergebenen Aufträge überhaupt ausgeführt werden können. Experten schätzen, dass bei einer Eskalation des Konflikts weitere Verzögerungen und Kostensteigerungen drohen. Die Schulleitung hofft dennoch, dass die Schule nach den Sommerferien bezogen werden kann. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.



