Die Polizei in Landshut hat an einer Tankstelle einen illegalen Verkauf von Cannabisprodukten und Snus aufgedeckt. Kunden konnten dort nicht nur Benzin und Diesel tanken, sondern auch fertig gebaute Joints erwerben. Die Beamten beschlagnahmten insgesamt 118 Joints sowie 146 Dosen Snus, einer in Skandinavien traditionellen Form von oral zu konsumierendem Tabak, der in der EU mit Ausnahme von Schweden nicht legal handelbar ist.
Ermittlungen gegen Tankstellenbetreiber
Gegen den Betreiber der Tankstelle wird nun ermittelt. Die Polizei wirft ihm mehrere steuerrechtliche Tatbestände sowie einen Verstoß gegen das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis vor. Die genauen Hintergründe des illegalen Angebots werden derzeit geprüft. Es ist unklar, wie lange der Verkauf bereits lief und ob weitere Tankstellen betroffen sind.
Rechtliche Lage zu Cannabis und Snus
In Deutschland ist Cannabis seit 2024 teilweise legalisiert. Der Besitz und Konsum sind unter bestimmten Auflagen erlaubt, der Handel bleibt jedoch weitgehend illegal. Wer nach dem Konsum von Cannabis Auto fährt, riskiert je nach THC-Gehalt im Blut den Führerschein. Snus ist in der EU mit Ausnahme von Schweden verboten. Der Verkauf in Deutschland ist daher illegal und kann mit hohen Strafen geahndet werden.
Auswirkungen auf Kunden
Kunden, die an der Tankstelle Joints gekauft haben, könnten ebenfalls rechtliche Konsequenzen drohen. Die Polizei prüft, ob die Käufer gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben. Zudem besteht die Gefahr, dass die Joints nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und möglicherweise verunreinigt sind. Die Behörden raten daher von einem Konsum ab.



