Akku explodiert in Grabfeld: Mann schwer verletzt, Junge leicht verletzt
Akku explodiert in Grabfeld: Mann schwer verletzt, Junge leicht

Ein 45-jähriger Mann ist am Mittwochabend in Grabfeld südlich von Meiningen schwer verletzt worden, als ein Akku eines Elektro-Quads explodierte. Ein neunjähriger Junge, der mit dem Mann gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs war, erlitt leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Hergang der Explosion

Nach Angaben der Polizei befanden sich der 45-Jährige und der Junge gegen 20:30 Uhr auf einer Fahrradtour durch den Ortsteil Jüchsen der Gemeinde Grabfeld. Der Mann führte dabei einen Akku für ein Elektro-Quad mit sich. Aus bislang ungeklärter Ursache explodierte der Akku plötzlich. Die Wucht der Explosion war so groß, dass der Mann schwere Verletzungen erlitt. Der Neunjährige wurde glücklicherweise nur leicht getroffen.

Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in eine Spezialklinik. Details zu seinen Verletzungen machte die Polizei zunächst nicht. Der Junge wurde vor Ort ärztlich versorgt und anschließend seinen Eltern übergeben. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

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Ermittlungen der Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei in Suhl hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Beamten suchen nach der genauen Ursache der Akku-Explosion. Es wird untersucht, ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder ob äußere Einflüsse wie eine Beschädigung des Akkus zu dem Vorfall führten. Auch die Frage, ob der Akku möglicherweise überladen oder falsch gelagert war, wird geprüft.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem unsachgemäßen Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus. Diese können bei Beschädigung oder Überhitzung explosionsartig reagieren. Elektrogeräte und deren Akkus sollten stets nach Herstellerangaben geladen und transportiert werden.

Hintergrund zu E-Quad-Akkus

Elektro-Quads werden häufig mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Diese Akkus speichern große Energiemengen auf kleinem Raum. Kommt es zu einem Kurzschluss oder einer mechanischen Beschädigung, kann die gespeicherte Energie schlagartig freigesetzt werden – mit verheerenden Folgen. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Brände und Explosionen durch Akkus von E-Bikes, E-Scootern und anderen Elektrofahrzeugen zugenommen. Experten empfehlen daher, Akkus niemals in der Wohnung oder in Fahrzeugen zu laden und sie vor Stößen zu schützen.

Der Vorfall in Grabfeld zeigt, dass auch der Transport von Akkus auf Fahrrädern nicht ungefährlich ist. Die Polizei rät dazu, Akkus während des Transports in speziellen Schutztaschen zu verstauen und extreme Temperaturen zu vermeiden. Weitere Hinweise zur Sicherheit von Akkus gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise zur Ursache geben können, sich bei der Kriminalpolizei in Suhl zu melden.

Reaktion der Einsatzkräfte

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Der Rettungshubschrauber "Christoph 60" landete auf einer nahegelegenen Wiese, um den Schwerverletzten schnellstmöglich in ein Krankenhaus zu bringen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und kümmerte sich um die Akku-Überreste.

Der Zustand des 45-Jährigen wird als ernst, aber stabil beschrieben. Der Junge konnte nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause entlassen werden.

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