Erfrischend kühle Neuigkeiten in der Berliner Sommerhitze: Der traditionsreiche Weihnachtsmarkt von Berlin-Kladow („Christkindlmarkt“) ist nach dem überraschenden Aus im vergangenen Winter nun doch gerettet und wird auch 2026 stattfinden – allerdings in anderer Form und an anderem Ort.
Pfarrer Budde stellt Pläne vor
Entsprechende Pläne stellte Kladows Dorfpfarrer Nicolas Budde, 44, jetzt bei einem Tagesspiegel-Besuch in der alten Dorfkirche vor. Der Weihnachtsmarkt hat jedes Jahr mehr als 10.000 Besucher aus der ganzen Stadt an die Havel gelockt und galt als einer der schönsten Berlins.
„Wir ziehen 2026 um“, verkündete Budde gegenüber dem Tagesspiegel. Nach 40 Jahren war am Kladower Hafen Schluss – einer der beliebtesten Märkte der Hauptstadt schien Geschichte. Doch nun steht der Nachfolger fest, wenn auch an einem anderen Standort.
Neuer Ort und neues Konzept
Der neue Weihnachtsmarkt wird nicht mehr am Hafen stattfinden, sondern im Ortskern von Kladow. Details zum genauen Standort und zum Konzept will die Gemeinde in den kommenden Monaten bekannt geben. Budde betonte, dass der Markt seinen traditionellen Charakter behalten soll, aber auch neue Elemente integriert werden.
Der Christkindlmarkt lockte jährlich Zehntausende Besucher an und war bekannt für seine vorweihnachtliche Atmosphäre mit Holzbuden, Glühwein und Kunsthandwerk. Die Nachricht vom Aus im Vorjahr hatte viele Berliner enttäuscht.
Positive Reaktionen aus der Politik
Bezirksbürgermeister von Spandau, Frank Bewig (CDU), begrüßte die Rettung des Marktes: „Der Kladower Weihnachtsmarkt ist eine Institution. Ich freue mich, dass er erhalten bleibt und an neuer Stelle weiterleben wird.“ Auch die lokale Wirtschaft zeigt sich zuversichtlich.
Die genauen Termine für den Markt 2026 stehen noch nicht fest, die Planungen laufen auf Hochtouren. Pfarrer Budde verspricht: „Es wird wieder ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie.“



