Berlins CDU-Spitzenkandidat Evers: Kostenloses Schülerticket keine Priorität
Evers: Kostenloses Schülerticket keine Priorität

Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat sich verhalten zu dem Vorschlag von Verkehrssenatorin Ute Bonde (ebenfalls CDU) geäußert, das kostenlose Nahverkehrs-Ticket für Kinder von Gutverdienern abzuschaffen. Auf die Frage, ob er das kostenlose Schülerticket abschaffen würde, sagte Evers: „Das wäre sicherlich nicht meine erste Wahl.“

Vorschlag von Verkehrssenatorin Bonde stößt auf Zurückhaltung

Bonde hatte vorgeschlagen, dass Gutverdienende künftig für das Schulessen ihrer Kinder zahlen sollen. Ihr Parteifreund Evers zeigt sich jedoch zurückhaltend und betont, dass andere Prioritäten im Vordergrund stünden. Die Diskussion um die Finanzierung des Schulessens und des Nahverkehrs für Schüler ist in Berlin neu entfacht.

Evers machte deutlich, dass er die Abschaffung des kostenlosen Schülertickets nicht als prioritär ansieht. „Das wäre sicherlich nicht meine erste Wahl“, wiederholte er. Stattdessen wolle er sich auf andere Themen konzentrieren, die für die Berliner Familien wichtiger seien.

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Hintergrund der Debatte um das Schülerticket

Das kostenlose Schülerticket in Berlin ermöglicht Kindern und Jugendlichen die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ohne zusätzliche Kosten. Die Verkehrssenatorin hatte zuvor angeregt, diese Regelung für Kinder aus einkommensstarken Familien zu überdenken, um Haushaltsmittel einzusparen. Der Vorstoß stieß jedoch auf Widerstand, auch innerhalb der eigenen Partei.

Evers‘ Äußerungen zeigen, dass die CDU in Berlin keine einheitliche Linie zu diesem Thema verfolgt. Während Bonde auf Einsparungen drängt, stellt Evers die soziale Komponente in den Vordergrund. „Wir müssen die Familien entlasten, nicht belasten“, so Evers sinngemäß.

Auswirkungen auf die Berliner Haushaltspolitik

Die Diskussion um das Schülerticket ist Teil einer größeren Debatte über den Berliner Haushalt. Die Stadt steht vor finanziellen Herausforderungen, und die CDU sucht nach Wegen, Ausgaben zu reduzieren. Bonde hatte vorgeschlagen, dass Gutverdienende einen Beitrag zum Schulessen leisten sollten, was ebenfalls kontrovers diskutiert wird.

Evers‘ Zurückhaltung könnte darauf hindeuten, dass die CDU in diesem Wahlkampf keine unpopulären Maßnahmen ergreifen will. Die Kosten für das Schülerticket belaufen sich auf mehrere Millionen Euro pro Jahr, doch Evers scheint bereit, diese Ausgaben vorerst beizubehalten.

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