Gizem Emre: Staycation in Berlin – „Meine Hood mit neuen Augen gesehen“
Gizem Emre: Staycation in Berlin – „Meine Hood mit neuen Augen gesehen“

Gizem Emre, bekannt aus „Fack ju Göhte“ und „Chantal im Wunderland“, hat einen Kurzurlaub in ihrer Heimatstadt Berlin gemacht – und zwar im Trend der „Staycation“. Die 31-Jährige bezog ein kleines Hotel in Mitte, das nur wenige Fahrradminuten von ihrer Wohnung in Charlottenburg entfernt liegt. „Ich habe meine eigene Hood mit neuen Augen gesehen“, sagte Emre im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Ihr Ziel: Momente genießen, statt sie für soziale Medien zu inszenieren. Deshalb legte sie das Smartphone beiseite und nutzte ausschließlich eine analoge Kamera.

Vom Kurzurlaub zum analogen Fotografie-Experiment

Emre, die in Kreuzberg aufwuchs und in Zehlendorf zur Schule ging, pendelt heute zwischen Charlottenburg (Wohnort) und Mitte (Arbeitsort). In Mitte betreibt sie ihren eigenen Coffeeshop „Refinery High End Coffee“ in der Albrechtstraße 11. Während der Staycation erkundete sie mit der analogen Kamera geliebte Orte und hielt besondere Momente fest. „Es war eine bewusste Entscheidung, den Urlaub digitalfrei zu erleben“, erklärte sie.

Fashion-Ikone? „Ich sehe mich nicht so“

Trotz Auftritten auf Premierenfeiern und in Magazinen wie der „Vogue“ bleibt Emre bodenständig. „Ich würde mich selbst gar nicht als Fashion-Ikone bezeichnen“, winkte sie bescheiden ab. Dennoch liebt sie es, ihre Modeleidenschaft in Rollen einfließen zu lassen. „In der ZDF-Serie ‚Crystal Wall‘, wo ich eine echte Fashion-Ikone spielen durfte, war es ein Geschenk, mit Designern aus Paris zusammenzuarbeiten und den Look aktiv mitzugestalten“, sagte sie. „Ich bin auch dankbar, dass viele Kostümbildnerinnen und Kostümbildner offen dafür sind und Lust haben, meinen Impact mitzunehmen.“ Privat setzt sie auf Gemütlichkeit: „Sachen, die sich easy anfühlen.“

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Warum sie Berlin nie verlassen würde

Viele Kollegen zieht es ins Ausland, doch Emre steht zu ihrer Heimatstadt. „Ich bin Berlinerin und habe noch nie darüber nachgedacht, aus Berlin wegzuziehen“, erklärte sie. „Es würde für mich gar keinen Sinn machen, weil ich Berlin so liebe und Berlin so viele Facetten hat: Es ist supergrün. Wir haben tolle Seen und wir haben ein cooles Nightlife hier.“ Als eine von fünf Stars zierte sie das Cover der ersten deutschen Ausgabe des „Hollywood Reporter“, die im Herbst 2025 in Berlin gelauncht wurde – eine große Ehre für die Schauspielerin.

Vom Coffeeshop zur Kaffee-Expertin

In ihrer Freizeit ist Emre gern im eigenen Coffeeshop „Refinery“ anzutreffen – nicht als Barista, sondern als „Gute-Laune-Coach“. „Ich bin da für die fröhliche Stimmung!“, sagte sie lachend. Über Kaffee spricht sie fast wie eine Expertin: „Kaffee ist eine Wissenschaft – die Bohne muss zur Milch oder Milchalternative passen.“ Der Mahlgrad einer Kaffeemaschine spiele eine große Rolle, sogar das Wetter. „Kaffee schmeckt nie gleich, auch nicht, wenn er aus der gleichen Profi-Maschine kommt.“ Im Café gibt es selbst gebackenen Kuchen, Cookies und Lunch.

Keine Naschkatze – dafür deftige Snacks

Obwohl ihr Café Süßes anbietet, nascht Emre kaum. „Kuchen gucke ich meist nur von Weitem an. Ich esse eigentlich keine süßen Sachen, nicht einmal meinen eigenen Geburtstagskuchen“, gestand sie. Ihr Herz schlägt für Deftiges: Pommes oder Chips. Auf die Frage nach der besten Currywurst der Stadt musste sie passen: „Ich esse keine Currywurst – wenn, dann bleibe ich bei Pommes.“

Vintage-Shopping und asiatisches Essen

Emre stöbert gern in Vintage-Boutiquen wie fabrics oder Vintage Angels rund um die Rosenthaler Straße in Mitte. „Aber ich probiere sehr ungerne Sachen an“, verriet sie. Auch asiatisch essen geht sie gern. Berlin bleibt für sie ihr Kraftort: „Ich liebe es, in Bewegung zu bleiben“, sagte sie – und man glaubt ihr sofort, dass sie noch lange nicht am Ziel ihrer Reise angekommen ist.

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