Grüne fordern Direktzug von Berlin nach Schwedt
Grüne fordern Direktzug von Berlin nach Schwedt

Grüne kritisieren geplante Einstellung der Direktverbindung

Der Bundestagsabgeordnete Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich gegen die geplante Einstellung der direkten Bahnverbindung von Berlin nach Schwedt ausgesprochen. „Schwedt braucht die durchgehende Bahnverbindung nach Berlin“, sagte Kellner am Montag. Er übte scharfe Kritik an Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Herr Woidke hat der Stadt in den letzten Jahren viel versprochen“, so Kellner. „Er wollte für Schwedt die Weichen stellen hin zu einem industriellen Leuchtturm. Nun werden die Menschen im Regen stehen gelassen.“

Die geplante Änderung der RE3-Linie

Bislang verkehrt der Regionalexpress RE3 alle zwei Stunden abwechselnd nach Schwedt und Stralsund. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember soll der RE3 jedoch durchgehend nach Stralsund fahren. Schwedt wird dann nur noch über eine stündlich nach Angermünde pendelnde Regionalbahn an den Bahnverkehr angeschlossen. Diese Änderung bedeutet eine deutliche Verschlechterung für Pendler und Wirtschaft in der Region, da die direkte Anbindung an die Hauptstadt entfällt.

Mögliche Lösung: Verlängerung der RB24

Aus Sicht der Grünen wäre die Verlängerung einzelner Züge aus Richtung Berlin, etwa der bislang in Eberswalde endenden RB24 nach Schwedt, eine mögliche Lösung des Problems. „Eine solche Verlängerung könnte die Lücke schließen und die Region besser anbinden“, erklärte Kellner. Allerdings drängt die Zeit, da der Fahrplanwechsel bereits im Dezember ansteht. Die Grünen fordern die Landesregierung auf, schnell zu handeln und eine alternative Direktverbindung zu schaffen.

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Bedeutung für die Region Uckermark

Die Uckermark ist eine strukturschwache Region, die auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen ist. Schwedt als Industriestandort mit dem PCK-Raffinerie und anderen Betrieben profitiert stark von der direkten Bahnverbindung nach Berlin. Ohne diese Verbindung droht ein weiterer wirtschaftlicher Rückschlag. Kellner betonte: „Die Menschen in Schwedt und Umgebung dürfen nicht abgehängt werden. Eine starke Region braucht eine starke Schiene.“

Die Diskussion um die Bahnverbindung zeigt die grundsätzlichen Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum. Während die Hauptstrecken ausgebaut werden, bleiben Nebenstrecken oft auf der Strecke. Die Grünen im Bundestag und im Landtag setzen sich daher für eine bessere Finanzierung und Planung von Regionalverkehrsverbindungen ein.

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