Am Hufeisensee in Isernhagen hat ein vermeintlicher Notruf zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und Polizei geführt. Der Einsatz, der mit bis zu 98 Einsatzkräften sowie einem Polizeihubschrauber und einer Drohne durchgeführt wurde, endete am späten Vormittag erfolglos. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurde die Aktion gegen Mittag abgebrochen, da die Einsatzkräfte zunehmend von einer Fehlwahrnehmung ausgingen.
Zeugenbericht löst Großeinsatz aus
Gegen 9.30 Uhr war die Rettungsleitstelle alarmiert worden: Zeugen hatten eine Person im See gesehen, die anschließend nicht mehr auftauchte. Nach Angaben der Feuerwehr sollte es sich um einen Schwimmer oder eine Schwimmerin handeln, die in Richtung der Bojen unterwegs war. Die Zeugen berichteten, die Person habe noch einmal eine Hand gehoben, bevor sie aus dem Blickfeld verschwand. Daraufhin wurde ein groß angelegter Suchtrupp mobilisiert.
Die Feuerwehr setzte mehrere Boote ein, während Taucher von Feuerwehr und DLRG den See systematisch absuchten. Gleichzeitig durchkämmten Einsatzkräfte die Uferbereiche. Aus der Luft unterstützten eine Drohne der DLRG und ein Polizeihubschrauber die Suche. Insgesamt waren zeitweise sechs Boote auf dem Wasser. Die Zahl der Einsatzkräfte belief sich auf bis zu 98, ohne die Polizeikräfte, die ebenfalls vor Ort waren.
Suche ohne Ergebnis eingestellt
Nachdem die Taucher und die Luftunterstützung keine Hinweise auf eine vermisste Person finden konnten, wurde der Einsatz gegen 11.30 Uhr zurückgefahren. Wenig später stellten die Einsatzkräfte die Suche vollständig ein. Die Hintergründe der Vermisstenmeldung blieben zunächst unklar. Die Polizei in Isernhagen prüft nun, ob es sich um eine Fehlwahrnehmung oder einen missverständlichen Notruf handelte.
Der Hufeisensee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in der Region Hannover. Bislang gab es keine offiziellen Hinweise auf einen tatsächlichen Badeunfall oder eine vermisste Person. Die Behörden betonen, dass bei solchen Meldungen stets schnell und umfassend reagiert werde, auch wenn sich der Verdacht später nicht bestätige.



