Mehr Wildschwein-Sichtungen in Potsdam
In Potsdam treiben sich immer mehr Wildschweine innerhalb der Stadt herum. „In den vergangenen Wochen wurden vermehrt Wildschweine im Potsdamer Stadtgebiet beobachtet“, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Tiere halten sich demnach in Wohngebieten, Grünanlagen und auf sonstigen öffentlichen Flächen auf.
Eine Sprecherin der Stadtverwaltung erklärte, dass die Wildschweine aufgrund zunehmender Störungen in ihren natürlichen Rückzugsräumen immer weiter in das Stadtgebiet ausweichen. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, ausreichend Abstand zu den Tieren zu wahren und nicht zu versuchen, sie zu vertreiben. Auch das Füttern sei verboten und gefährlich.
Verhaltenstipps und Gefahren durch Frischlinge
Die Stadtverwaltung warnt besonders vor Frischlingen: „Nähern Sie sich insbesondere Frischlingen nicht, da Bachen ihre Jungtiere verteidigen können.“ Wer ein tot aufgefundenes Wildschwein entdeckt, soll dies umgehend melden. Potsdams Amtstierarzt Guido Schielke sagte: „Bitte melden Sie auch tot aufgefundene Wildschweine, damit wir diese vorsorglich auf Schweinepest untersuchen können.“ Die Hinweise ermöglichten es, die Situation fortlaufend zu bewerten und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einzuleiten. „Dabei steht sowohl der Schutz der Bevölkerung als auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den Wildtieren im Vordergrund.“
Kleinmachnow: Wildschweine schon lange ein Ärgernis
Bereits seit längerem kämpft die Nachbargemeinde Kleinmachnow an der Potsdamer Stadtgrenze mit gefräßigen Wildschweinen. Bilder und Videos von plündernden Wildschweinen in Wohngebieten kursierten in sozialen Medien. Zudem sorgte Kleinmachnow 2023 für Schlagzeilen, als die Polizei eine angebliche Löwin jagte, die sich später als Wildschwein entpuppte. Seit kurzem gibt es eine Online-Plattform, über die Bewohner ihre Wildschwein-Sichtungen melden können – auch direkt vom Handy aus.



