Lars Rückwardt war 40 Jahre lang Polizist in Berlin. An seine erste Polizeiwache erinnert er sich bis heute genau: Es war die Wache neben der „Gartenstadt Staaken“, am Stadtrand von Berlin-Spandau gelegen. „Ich muss immer schmunzeln, wenn ich die Uhr im Vorgarten sehe“, sagt Rückwardt. Die alte Behördenuhr steht noch immer vor dem Haus am Torweg 25, doch die Polizei ist längst ausgezogen. Die Uhr zeigt keine Zeit mehr an – sie steht still.
Ein Stück Berliner Polizeigeschichte
Der alte Polizeiabschnitt befand sich in jenem Haus, das heute kaum noch an seine Vergangenheit erinnert. Rückwardt begann seine Karriere dort und erlebte die Arbeit in einer Zeit, als die Polizei noch ganz anders aufgestellt war. „Ich erinnere mich genau an die Räume, an den Dienstplan, an die Kollegen“, berichtet er. Die Wache war ein wichtiger Anlaufpunkt für die Bewohner der Gartenstadt Staaken, einer Siedlung am westlichen Stadtrand Berlins.
Reformen und Neuanfang
Im Herbst 2026 stellt sich die Polizei in Berlin-Spandau neu auf. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Reformen, die die Arbeit der Beamten veränderten. Die alte Wache am Torweg 25 wurde aufgegeben, die Aufgaben auf andere Standorte verteilt. Rückwardt verfolgt diese Entwicklungen mit Interesse. „Die Polizei muss sich anpassen, das ist klar. Aber man vergisst manchmal, wo die Wurzeln liegen“, sagt er.
Die Uhr im Vorgarten ist für ihn ein Symbol für diese Vergangenheit. Sie erinnert an eine Zeit, in der die Polizei noch vor Ort präsent war, direkt in den Wohngebieten. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Die Gartenstadt Staaken hat sich verändert, und mit ihr die Polizeiarbeit.
Eine persönliche Erinnerung
Rückwardt ist heute im Ruhestand, aber die Erinnerungen an seine erste Wache sind lebendig. „Es war eine besondere Zeit“, sagt er. Die stille Uhr im Vorgarten ist für ihn ein stiller Zeuge einer vergangenen Ära. Die Geschichte dieser Polizeiwache ist ein kleines Stück Berliner Stadtgeschichte, das sonst kaum jemand kennt.



