Halbjahresbilanz: Zwölf Mal Ja im Rostocker Hochzeitskran
Zwölf Paare heiraten im Rostocker Hochzeitskran

Im Hellingkran an der Warnow nahe des Rostocker Stadthafens haben sich im ersten Halbjahr 2026 bereits zwölf Paare standesamtlich trauen lassen. Das ist eine Verdopplung im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025, wie die Stadt Rostock auf Anfrage mitteilte. Der sogenannte „Hochzeitskran“ wurde erstmals im Juli 2025 als Außenstelle des Rostocker Standesamtes genutzt und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit.

Trauungen im ehemaligen Maschinenraum

Die standesamtlichen Zeremonien finden im ehemaligen Maschinenraum des früheren Schiffbaukrans statt. Der Kran gehört dem Förderverein Tradition Ostseeschifffahrt und wurde vollständig saniert. Für eine Trauung verlangt der Verein laut eigenen Angaben 350 Euro inklusive Umsatzsteuer. Der 1976 errichtete Portal-Wipp-Kran auf dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft wurde bis 2024 für rund zwei Millionen Euro umgebaut. Dabei wurde unter anderem ein Aufzug eingebaut, der den Aufstieg über die 136 Stufen der außen liegenden Wendeltreppe erspart.

Platz für bis zu 40 Gäste

Der ehemalige Maschinenraum bietet Platz für Veranstaltungen mit etwa 30 bis 40 Gästen. Im Inneren führt eine Stahltreppe hinauf zu einer Galerie, die als Hochzeitssuite mit einem Bett in Sondermaßen umgebaut wurde. Zudem gibt es ein Bad, eine Toilette und eine kleine Küche. In der Kranführerkanzel stehen heute Tisch und Stühle für ein Frühstück in luftiger Höhe. Geblieben ist die Aussicht: ein Panoramablick auf die Warnow, das gegenüberliegende Gehlsdorf und weitere Stadtteile Rostocks.

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Historische Nutzung des Krans

Mit dem Kran wurden früher bis zu 40 Tonnen schwere Schiffsbauteile gehoben und abgesetzt. Heute dient er als außergewöhnlicher Ort für Hochzeiten und andere Veranstaltungen. Die Stadt Rostock zeigte sich erfreut über die positive Resonanz und die gesteigerte Nachfrage im ersten Halbjahr 2026.

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