Seit Wochen hält ein Mann die Einwohner von Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt in Atem. Felix B. (35), von den Anwohnern nur noch „Axtmann“ genannt, soll wahllos randaliert, Passanten geschlagen und sogar Kinder mit einer Axt bedroht haben. Besonders beunruhigend: Trotz insgesamt 34 Polizeieinsätzen ist der Mann weiterhin auf freiem Fuß.
Eine Anwohnerin schildert gegenüber BILD-Reportern einen dramatischen Vorfall, der sich vor ihrem Haus abgespielt haben soll. Ihr Ehemann sei von Felix B. und dessen Hund brutal attackiert worden. Die genauen Umstände dieser Tat sind noch nicht vollständig geklärt, doch der Vorfall hat die Angst in der kleinen Gemeinde weiter verstärkt. Für viele Menschen in Gräfenhainichen ist der Mann inzwischen zur ständigen Bedrohung geworden.
34 Polizeieinsätze – keine dauerhafte Lösung?
Die Bilanz der Behörden ist erschütternd: 34 Mal musste die Polizei in der Vergangenheit wegen Felix B. ausrücken. Dennoch ist der 35-Jährige offenbar weiterhin auf freiem Fuß. Das wirft Fragen auf: Wie kann ein Mann, der Kinder bedroht und Menschen angreift, einfach so weitermachen? Die Anwohner fordern konsequentes Handeln, doch bisher scheint keine Lösung in Sicht.
Einwohner berichten von Szenen, die sich tief eingeprägt haben. Neben den Übergriffen auf Passanten und der Bedrohung mit einer Axt soll Felix B. auch mehrfach wahllos Sachbeschädigungen begangen haben. Die Aufzählung der Vorfälle liest sich wie ein Protokoll der Angst – und die Stadt fragt sich, warum die Polizei nicht durchgreift.
Die Angst ist allgegenwärtig
Die Stimmung in Gräfenhainichen ist angespannt. Viele Bewohner trauen sich kaum noch auf die Straße, wenn sie den Mann sehen. Die Anwohnerin, deren Ehemann angegriffen wurde, beschreibt den Abend als traumatisch. Ihr Mann sei durch die Attacke von Felix B. und dessen Hund schwer verletzt worden. Seitdem sei das Sicherheitsgefühl der Familie massiv gestört.
Auch andere Bürger berichten von Begegnungen mit dem sogenannten Axtmann, die ihnen Angst gemacht haben. Die Rede ist von wilden Drohungen und einem aggressiven Auftreten, das vor niemandem Halt macht. Insbesondere Kinder sollen ins Visier des Mannes geraten sein, was die Empörung in der Stadt weiter anheizt.
Was tun die Behörden?
Die zuständigen Stellen schweigen bislang zu den Details des Falls. Klar ist nur: Die Polizei war 34 Mal im Einsatz, ohne dass eine Unterbringung oder andere Maßnahme angeordnet wurde. Für die Bewohner ist dieser Zustand unhaltbar. Sie fordern, dass Felix B. keine Gelegenheit mehr erhält, weitere Menschen zu verletzen oder zu bedrohen.
Die Frage, warum der Mann trotz dieser Vorgeschichte auf freiem Fuß ist, beschäftigt die entire Gemeinde. Die Angst vor dem nächsten Vorfall ist groß. Bislang hat sich weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft offiziell geäußert, sodass Spekulationen die Lage zusätzlich anheizen.
Eine Stadt wartet auf Hilfe
Grafenhainichen steht stellvertretend für ein Problem, das viele ländliche Regionen kennen: Wenn ein Einzelner durch wiederholte Gewalttaten auffällt und dennoch in Freiheit bleibt, wächst das Gefühl der Hilflosigkeit. Die Bewohner fordern ein entschlossenes Eingreifen, bevor noch größeres Unheil geschieht. Bis dahin bleibt die bange Frage: Wann schlägt der Axtmann wieder zu?



