Mähroboter: Baumärkte warnen vor Gefahren für Igel
Baumärkte warnen vor Mähroboter-Gefahr für Igel

Ab sofort informieren Baumärkte in Brandenburg über die Gefahren von Mährobotern für Igel. Die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt wird heute um 10:00 Uhr in einem Toom-Markt in Luckenwalde die ersten Plakate der Kampagne „Dein Einsatz für Igel“ aufhängen. Ziel ist es, Käufer von Mährobotern für die Risiken zu sensibilisieren, die von den geräuscharmen Geräten für nachtaktive Wildtiere ausgehen.

Geschultes Personal klärt auf

Das Personal in den beteiligten Baumärkten wird speziell geschult, um Kunden darüber zu informieren, dass Mähroboter in der Dämmerung und nachts nicht eingesetzt werden sollten. Igel nehmen die leisen Geräte erst spät wahr, und selbst Sensortechnik kann nicht verhindern, dass die Roboter über die Tiere hinwegfahren. Dies führt häufig zu tiefen Schnittwunden, Verstümmelungen und Amputationen, wie es in der Ankündigung der Kampagne heißt.

Nachtfahrverbote und Appelle

Einige Kommunen in Brandenburg haben bereits ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen, darunter Cottbus und der Landkreis Dahme-Spreewald. Andere Städte setzen auf Freiwilligkeit und Appelle an Gartenbesitzer. Die Stadt Brandenburg an der Havel teilte im Juni mit, dass innerhalb weniger Tage drei durch Mähroboter verletzte Igel in einem Naturschutzzentrum abgegeben wurden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen, da sich verletzte Igel häufig in Verstecke zurückziehen und dort unbemerkt sterben.

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Igelbestände rückläufig

Der Igel zählt laut Agrar- und Umweltministerium zu den besonders geschützten Arten. Dennoch gehen seine Bestände seit Jahren zurück. Die Kampagne „Dein Einsatz für Igel“ soll dazu beitragen, die Tiere vor unnötigen Gefahren zu schützen, indem sie Gartenbesitzer für die Risiken von Mährobotern sensibilisiert.

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