Wechsel an der Spitze des Bistums Magdeburg: Feige bittet um Entpflichtung
Bischof Feige bittet um Entpflichtung – Nachfolge gesucht

Im Bistum Magdeburg steht ein Führungswechsel bevor. Diözesanbischof Gerhard Feige hat Papst Leo XIV. um seine Entpflichtung gebeten. Das teilte das Bistum am Mittwoch mit. Mit der Suche nach einem Nachfolger sei bereits begonnen worden.

Sedisvakanz und Übergangsleitung

Sollte der Papst der Bitte entsprechen, tritt eine Sedisvakanz ein. In dieser Zeit wählt das Kathedralkapitel – ein Gremium aus acht Priestern – einen Administrator, der das Bistum übergangsweise leitet. Dieser bleibt im Amt, bis ein neuer Bischof ernannt ist.

Das Bistum erklärte, dass am Ende der Suche Vorschläge nach Rom gesendet werden. Als Antwort erwarte man eine Dreierliste, aus der der neue Bischof gewählt werde. Die endgültige Ernennung erfolgt durch den Papst. „Erfahrungsgemäß könnte dieser Prozess etwa ein Jahr dauern“, so das Bistum.

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Über 20 Jahre an der Spitze

Bischof Feige wird Mitte November 75 Jahre alt. Aus diesem Anlass ist für den 21. November ein festlicher Gottesdienst in der Kathedrale St. Sebastian geplant. Feige wurde 1978 zum Priester geweiht und steht seit 2005 an der Spitze des Bistums Magdeburg. Zuvor war er Weihbischof und Diözesanadministrator. Er ist nach Bischof Leo Nowak der zweite Bischof des 1994 wieder neu gegründeten Bistums.

Die Amtszeit von Feige war geprägt von zahlreichen Herausforderungen, darunter der Mitgliederschwund in der katholischen Kirche und die Neustrukturierung der Gemeinden. Das Bistum Magdeburg umfasst weite Teile des Landes Sachsen-Anhalt und ist eines der flächenmäßig größten Bistümer in Ostdeutschland.

Bedeutung des Wechsels

Der Wechsel an der Spitze ist für die rund 130.000 Katholiken im Bistum von großer Bedeutung. Ein neuer Bischof wird die Richtung der Diözese in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Die Gläubigen hoffen auf einen Nachfolger, der die kirchliche Arbeit in der Region fortsetzt und neue Impulse setzt.

Die Bischofskonferenz und die katholische Öffentlichkeit werden den Prozess aufmerksam verfolgen. Bereits jetzt gibt es Spekulationen über mögliche Kandidaten, jedoch hält sich das Bistum bedeckt. Klar ist, dass die Entscheidung letztlich in Rom fällt.

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