Blitz-Hitze: Temperaturen steigen von 20 auf fast 40 Grad
Blitz-Hitze: Von 20 auf fast 40 Grad in Deutschland

Eine extreme Hitzewelle steht Deutschland bevor. Innerhalb weniger Tage steigen die Temperaturen von milden 20 Grad auf fast 40 Grad. Meteorologen warnen vor einer rapiden Erwärmung, die selbst den Juni-Hitzerekord gefährden könnte.

Rasanter Temperaturanstieg

Nach aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beginnt die Hitzewelle bereits am Wochenende. Während es am Freitag noch angenehme 20 bis 25 Grad sind, klettern die Werte ab Samstag auf über 30 Grad. Bis Mitte nächster Woche werden vielerorts 38 bis 40 Grad erwartet. Laut BILD könnte damit der bisherige Juni-Rekord von 39,2 Grad (gemessen in Bernburg 2019) gebrochen werden.

Besonders betroffen sind die südlichen und westlichen Bundesländer. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen wird die größte Hitze erwartet. Aber auch im Osten und Norden sind Höchstwerte um 35 Grad möglich.

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Ursachen der Hitzewelle

Verantwortlich für den Temperatursprung ist eine sogenannte Omega-Wetterlage. Ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa lenkt heiße Luft aus Nordafrika nach Deutschland. Gleichzeitig sorgt ein stabiles Hoch für viel Sonnenschein und kaum Wolken. Solche Konstellationen treten im Juni eher selten auf, weshalb die extreme Hitze überraschend kommt.

Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärte gegenüber BILD: „Wir erleben eine außergewöhnliche Wetterlage. Von frühsommerlichen 20 Grad auf fast 40 Grad in wenigen Tagen – das ist extrem und kann gesundheitliche Risiken bergen.“

Auswirkungen auf Gesundheit und Alltag

Die plötzliche Hitze belastet den Körper stark. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke sollten sich schützen. Der Deutsche Wetterdienst gibt Hitzewarnungen heraus, sobald die gefühlte Temperatur über 32 Grad steigt oder die nächtliche Abkühlung ausbleibt.

Empfohlen werden ausreichend Flüssigkeitszufuhr, körperliche Schonung und Aufenthalte im Schatten. Freibäder und Badeseen werden voraussichtlich stark frequentiert sein. Auch der Verkehr könnte beeinträchtigt werden: Auf Autobahnen drohen Hitzeschäden am Asphalt, und die Bahn warnt vor möglichen Verzögerungen durch überhitzte Weichen.

In zahlreichen Städten laufen bereits Vorbereitungen für Hitzeschutzmaßnahmen. So werden etwa Trinkwasserbrunnen aktiviert und Kühle Räume eingerichtet. Umweltämter weisen zudem auf die erhöhte Ozonbelastung hin, die bei solchen Temperaturen auftritt.

Rekordchancen und Klimawandel

Der bisherige Juni-Hitzerekord in Deutschland liegt bei 39,2 Grad. Dieser Wert könnte laut DWD schon am Montag oder Dienstag übertroffen werden. Sollte dies gelingen, wäre es der früheste Eintritt einer 40-Grad-Marke im Jahr. Bislang wurden 40 Grad in Deutschland erst im Juli (z.B. 2022 in Duisburg) erreicht.

Klimaforscher sehen die extreme Hitzewelle im Kontext des Klimawandels. Zwar sind kurzfristige Wetterextreme nicht direkt auf die Erderwärmung zurückzuführen, jedoch nimmt die Wahrscheinlichkeit solcher Rekordereignisse deutlich zu. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass Hitzewellen in Mitteleuropa seit 1950 um das Dreifache häufiger geworden sind.

Abkühlung in Sicht?

Nach der Hitzespitze zur Wochenmitte deutet sich eine Wetteränderung an. Ab Donnerstag könnten Gewitter und kühlere Meeresluft die Hitze vertreiben. Die Temperaturen fallen dann auf 25 bis 30 Grad zurück. Bis dahin heißt es jedoch: Sonnenschutz nicht vergessen und viel trinken.

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